Nachrichten

Niederlagen: Christentum motiviert zum Aufrappeln

Die Bibel ist im Wirtschaftsleben ein „Mutmacher und tauglicher Lehrmeister“. Diesen Management-Rat gibt der Wirtschaftspublizist Erhard Glogowski in der Frankfurter Allgemeine Zeitung (Ausgabe vom 27.12.2006).

Der Grund: Das Evangelium rufe gerade die „Mühseligen und Beladenen“ zu sich, um sie zu trösten und wieder aufzurichten. Obwohl das Christentum in seinen Anfängen eine verachtete Religion gewesen sei, sei es nicht untergegangen, sondern wurde zu einer Weltreligion. Dabei lehre das Christentum, dass Leiden nicht vergeblich sein müsse. „Der gekreuzigte Jesus wandelte sich zum Triumphator, dem das Unmögliche gelang. Er besiegte durch seine leibliche Auferstehung das Unbesiegbare schlechthin, den Tod“, schreibt der Autor.

Wer sich in seiner Unternehmensphilosophie oder Lebenseinstellung von der dem Christsein innewohnenden Kraft durchdringen lasse, steckt Rückschläge leichter weg, ist sich Glogowski sicher. Das Christentum habe es verstanden, die Hoffnung zu erwecken, dass Niederlagen nicht endgültig sein müssen und dass ein Aufrappeln doch noch zum erstrebten Ziel führen könne. Es ermutige den Einzelnen, die verbleibenden Kräfte zu sammeln und einen Neuanfang zu wagen.

Notwendig sei ein Klima, das dafür sorgt, dass den Gestrauchelten ein zweiter oder dritter Versuch für einen Neuanfang zustehe. Denn Erfolge seien ohne Risiken nicht zu haben. (spe|03.01.2007)