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Harvard Business Manager Ausgabe 01/2007 widmet sich dem Thema Verantwortung

Die deutschsprachige Edition der Zeitschrift „Harvard Business Review“ erscheint im Januar mit einem Themenschwerpunkt „Verantwortung“.

Hier ein Auszug aus dem Editorial von Christoph Seeger, Chefredakteur: „Dem kürzlich verstorbenen Ökonomen Milton Friedman haben wir viele kluge Sätze zu verdanken. Einer der meistzitierten Sprüche des radikalliberalen Mitbegründers der Chicagoer Schule illustriert seine Position zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR). Es gibt, frei nach Friedman, nur eine soziale Verantwortung für Unternehmen: Die Gewinne – auf legalem Wege – so weit zu steigern wie möglich. Generationen von Managern und Unternehmern zogen sich gern hinter diese Aussage zurück, wenn sie nach ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gefragt wurden. Heute fühlt sich kaum ein Vorstand oder Geschäftsführer mehr so richtig wohl, wenn er den Spruch hört. Kein Wunder: Seit Jahren wächst beim Thema CSR der Druck auf die Firmen. Politiker, Gewerkschaften, Verbraucherschützer und andere Gruppen wollen Unternehmen als Teil der Gesellschaft in die Pflicht nehmen. Längst haben die meisten Firmen darauf reagiert. Es wird gespendet und gefördert, und natürlich wird darüber berichtet. Doch leider sind viele Initiativen unstrukturiert und zeigen keine nachhaltige Wirkung. Dadurch setzen sich die Unternehmen nicht nur dem Vorwurf aus, CSR als Feigenblatt in der Kommunikation zu verwenden, sie schaden sich auch geschäftlich.

Mit unserem Schwerpunkt „Verantwortung“ wollen wir Ihnen einen neuen Blick auf das Thema ermöglichen (ab Seite 15). Harvard-Professor Michael Porter stellt eine CSR-Strategie vor, mit der Unternehmen viel Gutes bewirken und dabei ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig verbessern. Außerdem lesen Sie, wie Unternehmen den Erfolg ihres Engagements messen können, was soziale Entrepreneure leisten und warum gerade Konzernmanager beim Thema CSR Nachhilfe nötig haben.“

Das Magazin kann auch online bestellt werden.