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Operationalisierung und Messung von Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung

1. und 2. Februar 2007, Berlin

Nachhaltige Entwicklung und Bildung für nachhaltige Entwicklung werden spätestens seit der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 als zentrale Aufgaben gesellschaftlichen Handelns anerkannt, wenngleich der politische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Diskurs über diese Konzepte durchaus kontrovers geführt wird. In den vergangenen Jahren hat das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung eine konkretere Gestalt angenommen. Ihr Ziel ist es, Menschen Bildungschancen zu eröffnen, die ihnen die Mitgestaltung und Teilhabe an einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung ermöglichen. So gilt „Gestaltungskompetenz“ inzwischen als Schlüsselbegriff für die Charakterisierung der Bildungsziele für eine nachhaltige Entwicklung.

In aktuellen OECD- und UNESCO-Dokumenten sowie dem Nationalen Aktionsplan für die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ wird gefordert, Kriterien und Standards zu entwickeln, mit denen die Qualität von nachhaltigkeitsbezogenen Bildungsprozessen weiter konkretisiert und der Kompetenzerwerb in formellen und informellen Kontexten festgestellt werden kann. Um darüber fundierte Aussagen treffen zu können, bedarf es einer angemessenen Operationalisierung und Messung von Kompetenzen für eine nachhaltige Entwicklung. Dies ist eine Aufgabe, die disziplinübergreifend von der sozialwissenschaftlichen Umweltforschung geleistet werden muss. Diese Tagung möchte dazu einen Beitrag leisten.

Weitere Informationen: http://www.harnackhaus-berlin.mpg.de/ und http://www.kompetenztagung.de/.