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„Wie man möglichst unsozial, skrupellos und ungerecht mit seinen Mitarbeitern umgeht“

Grobe Medienmisshandlung in Münster: Die komplette Redaktion der Münsterschen Zeitung wurde von jetzt auf gleich vor die Tür gesetzt. Wir veröffentlichen die Pressemitteilung des Deutschen Journalistenverbandes DJV zu diesem Ereignis:

„Der Gesamtvorstand des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) hat Verleger Lambert Lensing-Wolff wegen seines unsozialen Verhaltens gegenüber seinen Mitarbeitern bei der Münsterschen Zeitung scharf kritisiert. In einer am heutigen Dienstag in Homburg verabschiedeten Resolution des Gremiums heißt es: „Eine ganze Redaktion von heute auf morgen vor die Tür zu setzen und durch eine heimlich aufgebaute Redaktionsgesellschaft auszutauschen, entbehrt jeden Beispiels. Lensing-Wolff hat gezeigt, wie man möglichst unsozial, skrupellos und ungerecht mit seinen Mitarbeitern umgeht.“

Der Verleger hatte den 19 Mitarbeitern der Lokalredaktion seiner Münsterschen Zeitung am 19. Januar mitteilen lassen, dass sie mit sofortiger Wirkung freigestellt seien. Eine neue GmbH übernahm die Arbeit der Redaktion. Lensing-Wolff habe bereits in den vergangenen Monaten durch Redaktionsschließungen und Kündigungen bei den Ruhr-Nachrichten gezeigt, dass ihm sein Profit deutlich wichtiger sei als die soziale Sicherheit seiner Mitarbeiter und deren Familien, kritisierte der DJV-Gesamtvorstand weiter. Nun sei er aber noch einen Schritt weitergegangen. Das Gremium begrüßte die weit reichende öffentliche Kritik an Lensing-Wolffs Vorgehen und forderte auch den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) auf, sich dieser öffentlichen Kritik an seinem Mitglied Lensing-Wolff anzuschließen. Die Journalisten in dessen Redaktionen müssten endlich wieder ohne berechtigte Zukunftsängste ihren Aufgaben nachgehen können.“