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Anlegerschützer: 2006 war „Jahr der großen Sünder“

Gestern hat die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. ihr „Schwarzbuch Börse“ mit der Darstellung von Skandalen, Missständen und Pleiten rund um das Börsengeschehen im Jahr 2006 veröffentlicht. Schon der Hinweis der Anlegerschützer auf das „Jahr der großen Sünder“ lässt Schlimmes erahnen. Während in den vergangenen Jahren hauptsächlich über die Skandale bei Kleingesellschaften und Unternehmen des Neuen Marktes berichtet worden sei, enthalte das Schwarzbuch 2006 nun auch zahlreiche Ausführungen zu „DAX und Co.“, berichtet der Verband. Trotzdem hätten aber auch viele kleinere Gesellschaften wieder zahlreichen Grund zu Ärger und Kopfschütteln bereitet.

Kritisiert werden in dem Bericht unter anderem auch die schwarzen Kassen bei Siemens, die „schleichende Machtübernahme“ bei VW und die „fragwürdige Rekorddividende“ bei Altana. Neben den zahlreichen Aktienberichten thematisiert das Schwarzbuch 2006 erstmals auch den Zertifikatemarkt mit seinen oftmals „erdrückend hohen Kosten“ für die Anleger, die von den Emissionsbanken meist in intransparenten Preisaufschlägen versteckt würden.

Das 108-seitigen Schwarzbuch Börse 2006 Firmen erwähnt nach Angaben der Schutzgemeinschaft folgende Firmen: Albis, Altana, Balda, BP, Capital Stage, CDV, ce Global Sourcing, Center-Tainment, Cobracrest, Creaton, DBVI, DIS, DLO, EADS, Epigenomics, equinet, Ford, GBH, Gontard&Metallbank, Hucke, HVB, infomatec, Intershop, IWKA, Jack White, Livedoor, Marbert, MWG Biotech, Neosino, New York Hamburger Gummi, Pfizer, Plasmaselect, Porsche, Reinecke+Pohl, Sachsenmilch, Siemens, Telekom, Thielert, ThyssenKrupp, TRIA, TUI, UBAG, UniCredit, VW, WCM, Zapf. (spe|06.02.2007)