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Neuauflage des DEICHMANN-Förderpreises – mit mehr Preisgeld, einem Sonderpreis für Kleinstunternehmen und einer österreichischen Ausgabe

Essen > Rund 50.000 Jugendliche fanden zu Beginn des aktuellen Lehrjahres keinen Ausbildungsplatz, und zum Jahreswechsel waren mehr als 400.000 junge Menschen unter 25 Jahre ohne Arbeit. Das will die Schuhhandelskette DEICHMANN so nicht hinnehmen. Zum dritten Mal schreibt das Unternehmen einen Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit aus. Aufgrund der vielen förderungswürdigen Projekte hat der Unternehmer Heinrich Deichmann das Preisgeld für 2007 um 20.000 auf 100.000 Euro erhöht. Der Schuheinzelhändler unterstützt innovative Initiativen, die benachteiligten Jugendlichen eine Berufsperspektive bieten. Der Förderpreis richtet sich an kleine und mittelständische Betriebe sowie eingetragene Vereine und öffentliche Einrichtungen, die mit ungewöhnlichen Projekten Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten für benachteiligte Jugendliche bereitstellen. Erstmalig wird es 2007 auch einen eigenen Förderpreis in Österreich geben.

Dass der Förderpreis Projekte für benachteiligte Jugendliche in den Blick nimmt, hat seinen Grund in deren prekärer Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) macht ein zunehmender Verdrängungswettbewerb auf dem Lehrstellenmarkt die Situation bereits für Hauptschüler immer schwieriger. Auf dem Arbeitsmarkt schwer vermittelbar sind auch Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen, ohne Schulabschluss, mit Migrationshintergrund oder mit Behinderung. „Viele Arbeitgeber sehen hier ihre soziale Verpflichtung“, sagt Heinrich Deichmann. „Die letzten zwei Jahre unseres Förderpreises haben gezeigt, welch große Anstrengung auch kleine Unternehmen machen, um den Schwächeren in unserer Gesellschaft eine Chance zu geben.“

Ein Beispiel dafür ist Kapitän Jens Boysen, der auf dem Küstenmotorschiff Steenborg junge Männer ohne Schulabschluss zum „Wachbefähigten Decksmann“ ausbildet. Mit seinem herausragenden Engagement gewann der Seefahrer im vergangenen Jahr den DEICHMANN-Förderpreis in Norddeutschland und belegte anschließend deutsch-landweit den 5. Platz. Vor diesem Erfahrungshintergrund wird der Wettbewerb 2007 um einen Spezialpreis für Kleinstunternehmen ergänzt.

Corporate Social Responsibility wird beim Schuheinzelhändler DEICHMANN groß geschrieben. Das Unternehmen beschäftigt bundesweit mehr als 13.000 Mitarbeiter (weltweit sind es 25.000) und hat die Zahl der eigenen Ausbildungsplätze im vergangenen Jahr von 585 auf 750 im ersten Ausbildungsjahr erhöht. Damit sind inzwischen insgesamt 1.700 Auszubildende bei DEICHMANN beschäftigt. Zwischen 2004 und 2005 hatte Deichmann die Zahl seiner Ausbildungsplätze bereits um 150 gesteigert. Junge Menschen werden z.B. zum Verkäufer / zur Verkäuferin oder zur Einzelhandelskauffrau / zum Einzelhandelskaufmann ausgebildet. „Das Unternehmen muss den Menschen dienen“ lautet die Firmenphilosophie des Familienbetriebs. Damit sind sowohl die Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten als auch Menschen in Not gemeint. So engagiert sich Europas größter Schuheinzelhändler neben dem Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit vorrangig seit 30 Jahren mit eigenen Hilfsprojekten in Indien (etwa gegen Kinderarbeit) und seit 10 Jahren in Tansania/Afrika.

Die Bewerber für den DEICHMANN-Förderpreis in Deutschland können bis zum 30. Juni 2007 ihre Projekte, die Jugendlichen mit schwierigen Startbedingungen zu Arbeit und Ausbildung verhelfen, einreichen. Bewerbungsbögen können im Internet unter www.deichmann-foerderpreis.de herunter geladen oder unter der Service-Nummer 0180 – 50 10 759 (12ct/min) beim Wettbewerbsbüro angefordert werden. Eine Jury mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft wählt die Gewinner aus. In zwei verschiedenen Kategorien, Betriebe/ private Vereine sowie öffentliche Einrichtungen, werden die jeweils fünf besten Projekte belohnt. Die beiden Erstplatzierten erhalten 20.000 Euro. Im Vorfeld werden auf Länderebene Regionalsieger gekürt. Ein Fördergeld in Höhe von 1.000 Euro wird für jeden der 16 Landessieger ausgelobt. In einigen Bundsländern werden die jeweiligen Ministerpräsidenten das Preisgeld überreichen.