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Viele, viele bunte Bluuuuumen!

Morgen ist der 14. Februar. Genau, Valentinstag. Da heißt es für viele wieder: Blumen schenken! Und auch das geht auf verschiedene Art und Weise, nachhaltiger und weniger nachhaltig.

csr-news.net nutzt die Gelegenheit, um auf zwei Projekte aufmerksam zu machen, die Schnittblumen und menschengerechten und umweltweltfreundlichen Blumenanbau verbinden wollen. Auf zwei Projekte, die Blumenschmuck in Deutschland und Produktionsbedingungen für Mensch und Umwelt in Ländern wie bespielsweise Kolumbien, Ecuador und Kenia zusammenbringen möchten.

Das erste ist das Flower Label Programm, kurz FLP. Hier haben sich Blumenproduzenten, Blumenhändler, Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften, zusammengetan. Sie wollen nach eigenen Angaben umweltgerechte und menschenwürdige Produktion voranbringen und berücksichtigen dabei folgende Kriterien: Existenzsichernde Löhne, Gewerkschaftsfreiheit, Gleichbehandlung, Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, Gesundheitsvorsorge, Verbot hochgiftiger Pestizide, Verantwortlicher Umgang mit natürlichen Ressourcen

In einer Selbstdarstellung von FLP heißt es dazu: „Das Programm basiert auf den internationalen Menschenrechten, den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO und der Erklärung der Völkergemeinschaft über eine nachhaltige Entwicklung im nächsten Jahrhundert (Agenda 21) und umfasst alle Bestimmungen des internationalen Verhaltenskodex für die sozial- und umweltverträgliche Produktion von Schnittblumen. Hiermit leisten die Träger mit dem FLP einen aktiven Beitrag zum Wohl der Umwelt, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Blumen produzierenden Betriebe, der Standort-Gemeinden und der Branche selbst“. Mehr darüber finden Sie hier: www.fairflowers.de

Ungleich bekannter als FLP ist die Organisation TransFair e.V., die übrigens nicht nur Kaffee und Bananen zertifiziert. Mit „fairfleurs“ will sie ein Zeichen setzen für soziale Produktionsbedingungen und für Umweltschutz. Nach eigenen Angaben werden „auf FairTrade-zertifizierten Blumenfarmen die Blumen nach klar definierten sozialen und ökologischen Standards gezüchtet. Das bedeutet faire Löhne, sichere soziale Grundrechte, Gewerkschaftsfreiheit, Verbot von illegaler Kinderarbeit, Gesundheitsschutz, Schutz der Umwelt. Mehr darüber finden Sie hier:
http://www.transfair.org/produkte/blumen/wissenswertes.php

Nach Mitteilung von TransFair e.V. entwickelte der deutsche Blumenhandel in den 90er Jahren gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen wie Brot für die Welt, terre des hommes, FIAN und Gewerkschaften das Flower Label Programm FLP. Seit 1999 gibt es einen Kriterienkatalog für eine umwelt- und sozialgerechte Blumenproduktion. Bei der Erarbeitung der FairTrade-Kriterien sei eng mit dem FLP kooperiert und ein großer Teil der ökologischen und sozialen Richtlinien übernommen worden.

Robin Keppel, Oldenburg