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Vom modernen Leben und der Bedrohung der Erde

Seit Wochen ist in den Medien – auch in der BILD-Zeitung – ein Thema präsent: Klimawandel. Sarah Lubjuhn und Maria Schnurr (Gründerinnen der Initiative für Nachhaltigkeit) nutzen die simple Schlagzeile einer Ausgabe „Fliegt uns die Erde um den Kopf“ um ihren Vortrag beim Soroptimists International Club Lippstadt zu eröffnen.

Unter dem Titel „Vom Wissen zum Handeln – Impulse für einen nachhaltigen Konsum“ diskutierten Sie Aspekte wie den Klimawandel, den zunehmenden Energieverbrauch die Überdüngung der Böden aber auch ungleich verteilte Einkommen, Staatverschuldung und Chancenungleichheit bei der Bildung. Ihnen liegt nahe, eine ganzheitliche Perspektive auf die Probleme und Chancen unserer Zeit zu vermitteln. Doch obwohl die Themen auf der Medienagenda stehen, stehen sie separat für sich. Komplexe Zusammenhänge werden der Verständlichkeit halber ausgeblendet. Dass auch gerade der Konsum eines jeden Einzelnen in die große Problemmaschinerie hineinspielt, ist wenigen bewusst. Die Verantwortung wird dem Staat und den Unternehmen – also den Wirkungsmächtigen – übertragen. Ein Umdenken sei an dieser Stelle gefordert: die Schaffung von Strukturen, die der nachhaltigen Entwicklung dienlich sind, verliert keinesfalls ihren Anspruch, wenn sich jeder Einzelne als socialer Entrepreneur versteht. Dabei ist aber nicht gemeint, dass die Lebensqualität sinken muss, wenn Nachhaltigkeit als Leitidee gelebt wird. Design und Komfort sind auch mit Produkten geboten, die einer nachhaltigen Produktion entstammen.
Nachhaltigkeit darf nicht zum Zwang werden, eine Folge dessen wäre der Verdruss, welcher per se in unserer Gesellschaft eine Vormachtstellung zu haben scheint.

Katrin Bosnjak (Pressesprecherin IfN)

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