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Nachmachen erlaubt: So engagieren sich deutsche Unternehmen für die Gesellschaft

Wer wissen will, wie sich Axel Springer oder BASF gesellschaftlich engagieren, ist auf der Internetseite CSRGermany.de an der richtigen Stelle. Nachmachen erlaubt, heißt der Grundsatz, ist es doch laut „Mission Statement“ das Ziel der Internetseite, „dass kleine und mittlere Unternehmen anhand praktischer Beispiele Anregungen für ihre eigenen Aktivitäten in Sachen Corporate Social Responsibility (CSR) erhalten und sich mit ihren Initiativen präsentieren sowie vertiefende Informationen erhalten können“. Getragen wird die Seite von zwei Spitzenorganisationen der deutschen Wirtschaft, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).

Nach eigener Aussage wollen die beiden Verbände mit der Internetseite ein Netzwerk für CSR-Akteure schaffen und den Erfahrungsaustausch fördern. Tatsächlich bietet eine Liste von inzwischen 87 Praxisbeispielen namhafter Unternehmen ein Nachschlagewerk für unterschiedlichste CSR-Ideen, ergänzt durch einen aktuellen Nachrichtenbereich. Das gesellschaftliche Engagement reicht von der Herstellung klimafreundlicher Kühlschränke durch Bosch und Siemens Hausgeräte bis hin zur kostenlosen Bereiststellung von Software-Lösungen an Universitäten durch SAP.

In anderen Bereichen vermittelt die Internetseite allerdings den Eindruck, dass manche Unternehmen CSR mit reiner Imagepflege verwechseln oder damit ihr „schlechtes Gewissen“ beruhigen wollen. Besonders hervorstechend: Bacardi lehnt Alkoholmissbrauch ab und Philip Morris engagiert sich dafür, dass Jugendliche nicht mit dem Rauchen anfangen. Dabei betonen die Betreiber der Internetseite selbst: „Damit CSR seine Wirkung entfaltet, ist die Glaubwürdigkeit der Aktivitäten ein wichtiges Element.“ (beko|14.03.2007)