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CSR and competitiveness – European SMEs‘ Good Practice

Studie der KMU Forschung Austria

 

Der Europäischen Kommission ist es ein Anliegen, Bewusstsein und Wissen über CSR zu erhöhen, Kapazitäten und Kompetenzen zur Etablierung von CSR weiterzuentwickeln und ein förderliches Umfeld für CSR zu gewährleisten. Sie hat nun das Institut KMU Forschung Austria beauftragt, Studien zum Thema „CSR and Competitiveness – European SMEs‘ Good Practice“ durchzuführen. Durch die Studien soll die Verbindung zwischen Wettbewerbsfähigkeit und CSR-Aktivitäten auf Unternehmensebene identifiziert, analysiert und hervorgehoben werden. Best Practice Beispiele aus österreichischen, finnischen, deutschen, norwegischen, polnischen, rumänischen und spanischen Unternehmen sollen aufzeigen, wie und welche CSR-Aktivitäten zur Wettbewerbsfähigkeit von KMU beitragen können.

Die Studie über Österreich spiegelt wieder, dass hierzulande CSR als ganzheitlicher Ansatz gesehen wird, der wirtschaftliche Nachhaltigkeit mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet. Entsprechende Aktivitäten werden als freiwillige Initiative der Unternehmen gesehen und sind nicht vom Gesetz vorgegeben. In der Zwischenzeit ist es auch Thema der Politik geworden und in der Öffentlichkeit werden Maßnahmen und Wege diskutiert, wie Bewusstsein geschaffen werden kann und wie Unternehmen besser unterstützt werden können. Auch wenn viele dieser Instrumente bereits speziell auf KMU abzielen und auch viele der KMU in diesem Bereich aktiv sind, ist CSR immer noch nicht im Vokabular aller österreichischen KMU. Die wichtigste Antriebskraft für gesellschaftlich verantwortliche Handlungen in KMU ist immer noch die persönliche Einstellung des Unternehmensführers und dessen ethische Grundeinstellung, die ihn moralisch dazu treibt, CSR in seinem Unternehmen zu leben.

Ein schönes Ergebnis der Studie ist, dass es die Arbeitnehmer sind, die am meisten vom CSR Ansatz in KMU profitieren. Im Gegensatz zu der sozialen Komponente wird die Ökologische eher präventiv behandelt, als als strategischer Ansatz implementiert. Gesellschaftliche Verantwortung werden noch sehr selten als „CSR“ bezeichnet, was auf fehlendes Bewusstsein bzw. fehlendes Wissen über das Konzept auf Unternehmensführungsebene zurückzuführen ist.

Vorteilhaft sind vor allem illustrative Fallbeispiele über bereits gesetzte Initiativen zu CSR durch KMU. Good Practice-Beispiele, wie sie in der Studie oder auch auf www.respact.at nachzulesen sind, sind ein wertvolles Instrument, um KMU Anregungen und Ideen zu vermitteln und aufzuzeigen, dass CSR-Maßnahmen auch durch KMU finanziell tragbar sind.

Dokumente:
Bericht über Österreich (in Englischer Sprache)