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Junge Christen in den USA verzichten in der Fastenzeit auf Social-Networking-Portale

Gläubige Christen haben in der Fastenzeit auf Social-Networking-Portale wie MySpace oder Facebook verzichtet. Wie die Agentur pressetext mit Bezug auf einen Beitrag des Nachrichtensenders CNN berichtet, haben sich in den USA viele gläubige Internetnutzer entschieden, für 40 Tage diese Plattformen, die sie als „eine der Versuchungen des 21. Jahrhunderts“ bezeichnen, zu meiden. „Es war sehr schwer, vor allem am Anfang“, erzählt etwa die Theologie-Studentin Kerry Graham. Graham stammt aus den USA, studiert aber in Großbritannien. Für viele User seien Social-Networking-Portale bereits wie eine Sucht. „Ich wollte in der Fastenzeit etwas aufgeben, was mir wirklich schwer fällt“, erzählt Emily Montgomery, die im Schnitt zwei Stunden täglich auf MySpace verbringt.

„Menschen sind Realität und keine Pixel“

Die Psychologin Maressa Hect Orzack, Leiterin und Begründerin des Computer Addiction Study Center der Harvard Universität, betont, dass Schüler ihre Hausaufgaben vernachlässigen, wenig schlafen und kaum Essen zu sich nehmen, wenn sie zu viel Zeit im Internet verbringen. Eine Zeitbeschränkung für Social-Networking-Portale sei daher sehr sinnvoll. So erzählt die Studentin Kerry Graham, dass sie seit dem Verzicht auf MySpace ihre Zeit mit anderen Dingen wie Sport und Schulaufgaben verbringt. „Die Menschen stellen fest, dass Menschen die Realität sind und nicht Pixel“, stellt Dolan fest.

Internetsucht kann nach Expertenmeinung zu körperlichen Entzugserscheinungen, Angststörungen und Depressionen führen. Symptome einer Internetsucht äußern sich in einem überstarken Verlangen, Kontroll- und Zeitverlust, Entzugserscheinungen, die einer leichten Alkoholsucht ähneln sowie der Zentrierung des Lebens auf das Internet. (04.04.2007)