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Frauen in Entwicklungsländern und der Klimaschutz: Themen der Bundesentwicklungsministerin für die Weltbank-Frühjahrstagung

Die Bedeutung von Frauen für Entwicklungsprozesse in Entwicklungsländern und der Klimaschutz -das sind die beiden großen Themen der Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul für die Weltbankfrühjahrstagung. So lautet die Kernaussage einer aktuellen Pressemitteilung aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Weiter sagte die Ministerin demnach kurz vor ihrer heutigen Abreise: „Ich begrüße es, dass sich die Weltbank intensiv mit der Frage beschäftigen wird, wie Frauen in Entwicklungsländern besser am Wirtschaftsleben teilhaben können. Denn Studien haben in der Vergangenheit immer wieder gezeigt: Die Beteiligung von Frauen an Wirtschaftsprozessen hat einen positiven Einfluss auf das Wirtschaftswachstum. Die Gleichberechtigung von Frauen ist nicht nur eine Frage der Demokratie, sondern auch ein Gebot der ökonomischen Vernunft. Dies muss in den Strategien der Weltbank berücksichtigt werden.“

Zum Klimawandel erklärte sie: „Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel liegen auf dem Tisch, auch dank der Arbeit des Weltklimarats. Es kann keinen Zweifel geben: Die Menschen in den Entwicklungsländern werden unter dem Klimawandel am meisten leiden, obwohl sie ihn am wenigsten zu verantworten haben. Die Weltbank muss in ihrer Politik auf diese Herausforderung reagieren und den Entwicklungsländern bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels helfen. Gleichzeitig muss sie weit mehr als in der Vergangenheit auf Erneuerbare Energien und Energieeffizienz setzen und ihr Engagement zum Schutz der Regenwälder weiter ausbauen.“

Ministerin Wieczorek-Zeul wird vom 13. bis zum 15. April in Washington an der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank teilnehmen. Nach Angaben des Ministeriums stehen neben der Sitzung des Development Committees auch Treffen mit dem Gender Team der Weltbank, mit Vertreterinnen und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen und eine Reihe von bilateralen Gesprächen auf dem Programm. Im Anschluss an das Treffen in Washington werde die Ministerin an der UN Generalversammlung in New York teilnehmen und dort zur Reform der UN-Entwicklungspolitik sprechen, hieß es.