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Millionen Kinderleben durch Pneumokokken-Impfung retten – Wyeth unterstützt WHO

Münster > Pneumokokken-Erkrankungen stellen eine wesentliche Bedrohung für die Gesundheit insbesondere von Kindern dar. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation zufolge sind Pneumokokken-Erkrankungen jedes Jahr weltweit für bis zu einer Million Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren verantwortlich – obwohl es eine Schutzimpfung gibt. Deshalb hat die WHO Ende März entschieden, die Aufnahme von Pneumokokken-Konjugatimpfstoff in nationale Schutzimpfungsprogramme zu unterstützen.

Nun ist es nicht selbstverständlich, dass Pharmaunternehmen in die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen gegen Krankheiten investieren, die insbesondere Länder der Entwicklungszusammenarbeit betreffen. Als forschendes Arzneimittelunternehmen wird Wyeth Pharma jedoch seinen Beitrag dazu leisten, dass der Impfstoff gegen die Pneumokokken-Erkrankung in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Dazu hat das Unternehmen bereits mehr als eine Milliarde US-Dollar in modernste Produktionsanlagen für Prevenar® sowie die Entwicklung und Produktion kommender Impfstoffe investiert, die eine stabile Versorgungslage erlauben. Darüber hinaus entwickelt Wyeth derzeit einen 13-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoff, der auf weitere Serotypen abzielt. Dieser Impfstoff durchläuft im Moment die klinische Entwicklung und kann möglicherweise einen noch umfassenderen Schutz gegen die Pneumokokken-Erkrankung bei Kindern wie auch Erwachsenen liefern.

Bevor die ersten beteiligten Länder bestimmt werden, muss die GAVI (Global Alliance for Vaccines and Immunization) nun zunächst verschiedene Stufen durchlaufen. Bei der WHO hat Wyeth kürzlich für Prevenar® den Antrag auf Erteilung des „Prequalification Status“ gestellt. Die Erteilung dieses Status ist notwendig, damit internationale Organisationen den Impfstoff in Massenschutzimpfungsprogramme in den weltweit am schwächsten entwickelten Ländern aufnehmen können. Dieser Prozess soll voraussichtlich bis Frühjahr 2008 abgeschlossen sein.

Der forschende Arzneimittelhersteller Wyeth engagiert sich seit mehreren Jahren dafür, Säuglinge und Kleinkinder vor Pneumokokken zu schützen, und begrüßt die Entscheidung der WHO. „Damit wird dem globalen Problem der Pneumokokken-Infektion die dringend notwendige Aufmerksamkeit gegeben”, erklärte Andreas Krebs und machte klar: „Wyeth ist entschlossen, in Zusammenarbeit mit weltweiten Organisationen und lokalen Regierungen seinen Beitrag zu leisten, um im Rahmen eines finanziell tragbaren und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Plans, unseren Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff Prevenar® den weltweit schwächsten und gefährdetsten Bevölkerungsschichten bereitzustellen.“

Auch in Deutschland wurde der Bedarf der Schutzimpfung erkannt: Im August 2006 wurde die Pneumokokken-Impfung für alle Kinder ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfohlen. Wyeth hat den einzigen immunologisch wirksamen Impfstoff gegen Pneumokokken-Erkrankungen für Kinder unter zwei Jahren entwickelt. Der Impfstoff ist mittlerweile in mehr als 70 Ländern weltweit erhältlich und wurde in 14 Ländern in die nationalen Pläne zur Immunisierung aufgenommen.