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US-Versicherung will nachhaltige Unternehmen begünstigen

Nachhaltige US-Unternehmen können sich auf sinkende Versicherungsprämien freuen. Eine frisch aus der Taufe gehobene Allianz will in den kommenden Monaten Policen auf den Markt bringen, die zukunftsfähige Unternehmen mit „signifikant gesenkten Prämien“ belohnen.

Das kündigten das Beratungsunternehmen Domani und die nach eigenen Angaben auf alternative Versicherungen spezialisierte Assekuranz Garnet Captive Insurance Services an. Die unter dem Titel „Green“ vertriebenen Policen werden ausschließlich an Firmen vergeben, deren Versicherungsprämien 250.000 US-Dollar überschreiten und die sich zuvor einer Prüfung durch den Versicherer unterzogen haben.

Daneben qualifiziert das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit für eine „grüne“ Versicherung. Aufnahme sollen etwa Firmen finden, die Energie aus erneuerbaren Quellen nutzen, sich um die Steigerung der Energieeffizienz bemühen oder Ziele zur Verminderung von Umweltfolgen festschreiben.

„Wir erwarten, dass die positiven Auswirkungen einer solchen Unternehmenskultur sich in geringere Versicherungskosten übersetzen lassen“, meint Andrew Cavenagh, Chef der Garnet Captive Insurance Services. Außerdem sei man der Überzeugung, dass „Unternehmen, die sich einer nachhaltigen Entwicklung verpflichten, geringere Versicherungsrisiken tragen sollten“.

In Deutschland sind solche Ansätze bislang unbekannt. Dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft etwa ist keine Police geläufig, deren Prämien sich an der Nachhaltigkeit des versicherten Unternehmens orientiert. Und auch große deutsche Versicherer scheinen keine derartigen Pläne zu hegen, wie Nachfragen ergaben.

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