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CSR kommt im Mittelstand an – UPJ zieht positive Bilanz

Berlin > Eine positive Zwischenbilanz der von der EU-Kommission geförderten Kampagne “Verantwortliche Unternehmensführung im deutschen Mittelstand” zieht Peter Kromminga, Geschäftsführer von UPJ: “CSR kommt im deutschen Mittelstand an.”

Berlin > Eine positive Zwischenbilanz der von der EU-Kommission geförderten Kampagne “Verantwortliche Unternehmensführung im deutschen Mittelstand” zieht Peter Kromminga, Geschäftsführer von UPJ: “CSR kommt im deutschen Mittelstand an. Das zeigen die große Nachfrage nach dem im Rahmen der Kampagne erarbeiteten Leitfaden “Verantwortliche Unternehmensführung” für mittelständische Unternehmen und die bisher durchgeführten fünf regionalen Sensibilisierungsworkshops in Frankfurt, Wiesbaden, Fulda, Heidelberg und Osnabrück, an denen mehr als 250 Unternehmerinnen und Unternehmer teilgenommen haben.” Und Felix Dresewski, Leiter des Projektes, ergänzt: “Entscheidend ist, dass wir den Mittelständlern einen Einstieg mit einfach umzusetzenden Maßnahmen in den CSR-Bereichen Markt, Umwelt, Mitarbeiter und Gemeinwesen aufzeigen und dass wir regional mit Unternehmen und Organisationen zusammenarbeiten, zu denen die Mittelständler Vertrauen haben.” Zwei Beispiele:

60 Unternehmer auf CSR-Veranstaltung in Osnabrück

“Gelebte Verantwortung kann nicht in den Grenzen einzelner, gut gemeinter Projekte erfolgen. Sie muss sich wie ein Leitfaden durch und rund um ein Unternehmen ziehen. Sie ist nur als Grundhaltung glaubwürdig, die vor allem von Führungskräften vertreten wer-den muss. Die Arbeitsbedingungen, der Umgang miteinander, die Strategien – sie alle müssen davon geprägt sein.” So lautete die Quintessenz der Rede des niedersächsischen Wirtschaftsministers Walter Hirche auf der Veranstaltung “Gewinnen mit gesellschaftlicher Verantwortung”, die UPJ gemeinsam mit der IHK Osnabrück-Emsland am 13. Juli bei der Firma Hellmann Worldwide Logistic durchgeführt hat.

Klaus Hellmann, Geschäftsführer von Hellmann Worldwide Logistics und Gastgeber der Veranstaltung, unterstrich, dass “der unternehmerische Erfolg nicht nur auf der ökonomischen Wertschöpfung gründet, sondern auch von der Akzeptanz und Anerkennung im gesellschaftlichen Umfeld abhängig ist. Diese Akzeptanz bezieht sich zum einen auf die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber, auf die Sicherung der Arbeitsplätze, der Bereitstellung familiengerechter Arbeitsplätze und die Chancen der betrieblichen Aus-und Weiterbildung, dann aber auch auf das zusätzliche soziale und gesellschaftliche Engagement, das sich aber nicht nur auf gelegentlich Spenden- und Sponsorentätigkeit beschränken darf. Gefordert ist zunächst ein Umdenken in Richtung ‘Nachhaltige Entwicklung’ mit innovativen Lösungen, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und Verantwortung für die natürliche Umwelt miteinander in Einklang bringen. Nachhaltige Entwicklung kann nur gelingen, wenn wir mit Phantasie und Kreativität die Zukunft gestalten, Neues wagen und unbekannte Wege erkunden. Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen, so wie es heute allgemein verstanden wird, bedeutet die Einbeziehung gesellschaftlicher Gruppen in das Unternehmen, bedeutet die Kontaktpflege zu Stakeholdern, vor allem aber bedeutet es den Aufbau und die langfristige Intensivierung und Zusammenarbeit mit den Schulen und Hochschulen, die wir mit einem betrieblichen Schulnetzwerk sicher stellen. Mit dem Angebot des betrieblichen Schulnetzwerkes versuchen wir dazu beizutragen, dass die Schülerinnen und Schüler ergänzend zu den schulischen Lernerfahrungen ‘Schlüsselkompetenzen’ erwerben, die es ihnen erlauben, auch bislang unbekannte Situationen und Fragestellungen strategisch anzugehen. Ziel des betrieblichen Schulnetzwerkes ist nicht die schulische Wissensvermittlung, sondern die Vermittlung von  Problemlösungskompetenzen, die sich mit den Begriffen ‘Vernetztes Denken’, ‘Informationskompetenz’, ‘Reflexionskompetenz’ und ‘Kommunikationskompetenz’ umschreiben lassen.” 

Als weitere Beispiele für praktizierte Verantwortung stellte Tanja Lührig, Assistentin der Geschäftsführung der buw Unternehmensgruppe das Mitarbeiterengagement des Unternehmens vor. Unterstützt werden Schulprojekte in Mosambik.

Dr. Klaus Lang, Geschäftsführer Personal und Arbeitsdirektor der Georgsmarienhütte GmbH machte deutlich, wie eine erfolgreiche Personalpolitik sowohl durch CSR-Maßnahmen nach innen wie der Gesundheitsförderung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wie auch durch die Unterstützung des Engagements der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt werden kann.

Peter Kromminga, Geschäftsführer von UPJ, legte am Beispiel des Runden Tisches Jugend und Wirtschaft in Brandenburg und des Aktionstages “Wiesbaden engagiert!” den Schwerpunkt seiner Präsentation auf die Möglichkeiten des regionalen kooperativen gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen. “So ist es am besten möglich, eine spürbare Wirkung angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen vor Ort zu entfalten”, lautete sein Fazit. “Und es kommt darauf an, als Unternehmen mit den anderen Akteuren Vor Ort wie der öffentlichen Verwaltung und Organisationen des Dritten Sektors zusammen zu arbeiten. Das heißt: Gemeinsam anpacken und das in die Kooperation einzubringen, was man am besten kann.”

2. NWI-Konferenz in Heidelberg: Unternehmerische Verantwortung wahrnehmen – Chancen für den Mittelstand

100 Vertreter mittelständischer Unternehmen aus der Metropolregion Rhein-Neckar informierten sich am 11. Juli 2007 in der Print Media Academy der Heidelberger Druckmaschinen über Handlungsfelder und Nutzen gesellschaftlichen Engagements und diskutierten Perspektiven für die Region. Zu der Veranstaltung hatten das Netzwerk regionaler Wirtschaftsvereinigungen und Institutionen in der Metropolregion Rhein-Neckar (NWI) und das bundesweite Corporate Citizenship-Netzwerk UPJ eingeladen

Unter dem Titel “Von der Theorie zur Praxis” führte der UPJ-Geschäftsführer Peter Kromminga in das Thema verantwortliche Unternehmensführung ein und zeigte verschiendene praktische Beispiele gesellschaftlichen Engagements mittelständischer Unternehmen aus den Handlungsfeldern Markt, Umwelt, Mitarbeiter und Gemeinwesen auf. Die Einstiegsmöglichkeiten seien vielfältig und für jedes Unternehmen unterscheidlich, so Kromminga. Einen Königsweg für das gesellschaftliche Enagement gebe es nicht, sich auf den Weg zu machen und einzelne erste Schritte zu unternehmen, sei jedoch gar nicht so schwer.

Kirsten Hirschmann, Geschäftsführerin der Hirschmann Laborgeräte GmbH & Co. KG und Vorsitzende der Wirtschaftssjunioren Deutschland (WJD), betonte in ihrem Beitrag, dass verantwortlich handelnde Unternehmen nicht nur eine positive gesellschaftliche Entwicklung fördern, sondern damit auch gezielt die eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken könnten. Gesellschaftliches Engagement etwa im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, im betrieblichen Umweltschutz oder der Ausbildung junger Menschen lohne sich – für die Gesellschaft und das Unternehmen.

Gemeinsam mit Birgit Riess von der Bertelsmann Stiftung, dem Geschäftsführer der IHK Rhein-Neckar Wolfgang Niopek und dem stellvertretenden NWI-Sprecher Josef Stumpf erörterten die Referenten im Anschluss im Rahmen einer Podiumsdiskussion Möglichkeiten bereits bestehende Aktivitäten kleiner und mittlerer Unternehmen in der Region Rhein-Neckar sichtbarer zu machen und weiteres Enagagement zu fördern. Eine Gelegenheit hierfür sei z.B. der Engagement-Martkplatz für Unternehmen und gemeinnützige Organisationen, den die Freiwilligen Börse Heidelberg im November veranstaltet.

Im Rahmen der Kampagne sind weitere fünf regionale Workshops u.a. in Leipzig, Stuttgart und Cottbus geplant. Das Online-Kompetenzzentrum der Kampagne, die UPJ in Kooperation mit dem DIHK und econsense umsetzt, finden Sie unter www.verantwortliche-unternehmensfuehrung.de.