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Klimaschutz für Mehrheit der Europäer dringendes Thema

Berlin/London – Die klare Mehrheit der EU-Bürger sieht die Auseinandersetzung mit dem Klimawandel als dringend an. Angesichts der großen Besorgnis fordern 89 Prozent der EU-Bürger von der EU einen Politikwechsel, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken. Nur sieben Prozent der EU-Bürger messen dem Thema dagegen keine dringende Bedeutung zu. Dies ergab die Standard Eurobarometer Umfrage von TNS Opinion im Auftrag der Europäischen Kommission, in der etwa 30.000 Bewohner der 27 EU-Mitgliedsstaaten, der zwei Beitrittskandidaten und der türkisch-zypriotischen Gemeinschaft befragt wurden.

Besonders im südlichen Mittelmeerraum, d.h. in Griechenland (87 Prozent) und Zypern (87 Prozent) wird die Erderwärmung mit großer Sorge betrachtet. Aber auch in Schweden (76 Prozent), Frankreich (70 Prozent) oder Deutschland (65 Prozent) halten überdurchschnittlich viele Bürger eine Auseinandersetzung mit dem Klimawandel für äußerst notwendig. Vergleichsweise weniger dramatisch wird das Phänomen der Erderwärmung in den osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten beurteilt. So erachten in Polen, Lettland und Litauen nur jeweils etwa vier von zehn Befragten die Beschäftigung mit dem Klimawandel als sehr dringend. (01.08.2007)