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C6-Gipfel: Präsidenten chemischer Gesellschaften unterzeichnen Nachhaltigkeitserklärung

Frankfurt > Den verantwortlichen Umgang mit Rohstoffen fordern die Präsidenten von sechs chemischen Gesellschaften. Nach einer gestern von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) verbreiteten Meldung kamen sechs international besonders engagierte chemische Gesellschaften auf ihrem sogenannten C6-Gipfels Mitte Juli in Paris überein, stärker im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zusammenzuarbeiten. Die Chemie sei essentiell für die Lösung vieler Zukunftsaufgaben, müsse dazu aber auch mit anderen Disziplinen kooperieren. In einer Abschlusserklärung dieses Treffens werden die Bedeutung der Ausbildung künftiger Chemiker-Generationen für eine nachhaltige Chemie, nachhaltiger Innovationen und einer nachhaltigkeitsorientierten Kommunikation hervorgehoben. Unterzeichnet wurde die Erklärung von den Präsidenten der chemischen Gesellschaften von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, den Niederlanden und den USA, die zusammen etwa 300.000 Mitglieder vertreten. 

Innerhalb der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gibt es seit Anfang 2006 eine Arbeitsgemeinschaft Nachhaltige Chemie und einen gemeinsamen Arbeitsausschuss mit anderen deutschen Gesellschaften zur Chemie der Atmosphäre, der sich auch der Klimafrage annimmt. „Weil alle diese Probleme globaler Natur sind, brauchen wir auch globale Lösungen. So hoffen wir, dass weltweit auch andere chemiewissenschaftliche Gesellschaften unsere Erklärung mit tragen oder sogar bald mit unterzeichnen werden“, betonte der Präsident der GDCh, Professor Dr. Dieter Jahn, in Paris.