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Fairer Handel wird die Welt nicht gerecht machen – Faire Woche 2007 gestartet

Berlin > „Der Faire Handel wird die Welt nicht gerecht machen“, meinte Heinz Fuchs, Welthandelsexperte des Evangelischen Entwicklungsdienstes, gestern im Deutschlandfunk-Interview. Fuchs erläuterte anlässlich des Starts der Fairen Woche 2007 die Bedeutung des Fairen Handels, bei dem die Handelspartner außer einem fairen Preis auch eine Zusatzprämie für konkrete Maßnahmen erhalten. Der Experte konnte dabei auf das Beispiel einer Teeplantage in Kenia verweisen, die daraus einen Wasserspeicher für die eigene Plantage und zugleich für die umliegende Dorfbevölkerung finanzierte. Und auf Teeproduzenten in Uganda, die damit eine Entbindungs-und Wöchnerinnenstation aufbauten.

Die Aktionswoche rund um das Thema Fairer Handel findet seit Montag bundesweit bis zum 30. September statt. Schirmherrin ist Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, finanzielle Unterstützung leisten das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Evangelische Entwicklungsdienst (eed), Brot für die Welt und das Bischöfliche Hilfswerks MISEREOR. „Afrikanissimo – entdecke die Vielfalt!“ lautet das Motto dieser sechsten Fairen Woche. Afrikanische Produkte wie Baumwolle, Kaffee, Kakao, Tee, Wein, Rohrzucker, Rosen, Kunsthandwerk und Sesam und deren fairer Handel stehen im Mittelpunkt dieser Woche. Der „Aktionsrekord“ im Terminkalender der Veranstalter belegt die große Resonanz: Über 3.000 Veranstaltungen kommen dort zusammen.

Weitere Informationen im Internet:
www.faire-woche.de