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ASRA Preisverleihung und CSR-Experte Adrian Hodges in Wien

Anlässlich der Auszeichnung der besten Nachhaltigkeitsberichte Österreichs diskutierten Experten über die ISO 26.000
Am 8. November wurden zum achten Mal Österreichs Nachhaltigkeitsberichte prämiert. Das geschah im Rahmen der Veranstaltung “From Challenge to Opportunity”, deren besonderer Gast der britische CSR-Experte Adrian Hodges war.

“From Challenge to Opportunity” fand im Wiener Austria Center statt. Der erste Programmpunkt war die Verleihung der “Austrian Sustainability Reporting Awards”, kurz ASRA, durch die Kammer der Wirtschaftstreuhänder (KWT). 14 heimische Unternehmen wurden mit diesem heuer ausgezeichnet:

  • Bei den Großunternehmen gewann die Oesterreichische Kontrollbank.
  • In der Kategorie Klein- und Mittelbetriebe überzeugte der niederösterreichische Rauchfangkehrer Engelbrechtsmüller die Jury
  • In der Sonderkategorie wurde der Österreichischen Zementindustrie ein ASRA überreicht.

Weiters mit einer Urkunde prämiert wurden: Kommunalkredit Austria AG, Österreichische Elektrizitätswirtschafts AG, EVN, Österreichische Bundesforste AG, Österreichische Nationalbank, ÖBB und Wien Energie.

Bei den KMUs waren weitere Preisträger: htl Donaustadt, Austria Glas Recycling, VBV Mitarbeitervorsorgekasse AG und die Holzwerkstatt Sarleinsbach GmbH.

Vortrag Adrian Hodges und Paneldiskussion “From Challenge to Opportunity”

Im Anschluss an die ASRA-Verleihung hielt Adrian Hodges, Managing Director des CSR-Think Tanks “International Business Leaders Forum” einen Vortrag über Corporate Social Responsibility (CSR). Er rief die anwesenden CSR-InteressentInnen auf, CSR nicht aufgrund einer möglichen Gefahr für das Unternehmen (etwa durch eine bestimmte Anspruchsgruppe) anzuwenden, sondern CSR vielmehr als Chance und Innovationsfaktor zu sehen. Hodges brachte auch zahlreiche positive und negative Beispiele von CSR in der Praxis, wobei die positiven Anwendungen von CSR überwogen und einen “new way to win in the market” für das Unternehmen ermöglichten, etwa im Fall einer Firma, die vom Teppichverkauf zum Teppich-Leasing übergegangen war.

In der folgenden Diskussion, die von ORF-Mitarbeiter Steven Crilley moderiert wurde, nahmen nationale und internationale CSR- und Nachhaltigkeitsexperten Stellung zu CSR-Themen. Eveline Balogh von der OeKB verwies auf den Zusammenhang von CSR und einer neuen Handshake-Qualität im Unternehmensumfeld. Loi Kheng Min (Transpareny International) unterstrich die Bedeutung, die Klein- und Mittelunternehmen bei CSR einnehmen – haben diese doch aus seiner Sicht immer schon sozial und nachhaltig gewirtschaftet. Carolyn Schmidt, Programmdirektorin bei Ecologia/USA, sprach der Wirtschaftswelt eine bedeutende Rolle bei der Bekämpfung von sozialer und ökologischer Ungerechtigkeit zu. Sie forderte zur Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Unternehmen auf. Christoph Petrik-Schweifer (Caritas Österreich) gab CSR ebenfalls eine Rolle bei der Bekämpfung von Armut. Er unterstrich die Bedeutung von Unternehmensansiedelungen in Entwicklungsländern.