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Studie: Radical Greening, Supply Chain und War of Talents Top-Unternehmensrisiken der Zukunft

Stuttgart > „Radical Greening“, die wachsende Beachtung ökologischer Themen, gehört weltweit zu den zehn größten strategischen Unternehmensrisiken. Auch andere Top-Unternehmensrisiken besitzen unmittelbare Bezüge zu Themen der Corporate Social Responsibility (CSR). Risiken können erhebliche finanzielle Auswirkungen nach sich ziehen und die Wettbewerbsposition eines Unternehmens deutlich verschlechtern. Um herauszufinden, welche zehn strategischen Risiken Analysten für die nächsten fünf Jahre identifizieren, hat Ernst & Young mit Hilfe von Oxford Analytica in einer globalen Studie mehr als 70 Analysten aus 20 Branchen zum befragt. Die von den Analysten identifizierten Risiken wurden von Branchenexperten nach Schweregrad bewertet und eingeteilt in makroökonomische Bedrohungen, Branchenrisiken und operative Risiken.

Zu den zehn gefährlichsten Risiken gehören weiterhin regulatorische Vorgaben und Compliance-Risiken (insbesondere für Pharmaunternehmen, Banken, Versicherungen und Biotechunternehmen), die globale Finanzkrisen (betroffen sind vorrangig Banken, Versicherungen und das Asset Management), alternde Kunden und Arbeitskräfte (mit dramatischen Veränderungen in der Nachfrage), Schwellenländerrisiken (z.B. in der Lieferkette), Wettbewerbsdruck durch die Zusammenführung von Unternehmen, Energiekrisen, die (schnelle und risikoreiche) Durchführung von strategischen Transaktionen, Inflation und Veränderungen im Nachfrageverhalten. Als elftes strategisches Risiko identifiziert die Studie den „War for Talents“.

Das „Radical Greening“, die wachsende Beachtung ökologischer Themen, betrifft alle Branchen, wird von den wahrgenommenen Klimaveränderungen angetrieben, bewirkt gesetzliche Veränderungen und erzwingt größere Investments in Umweltthemen, was kurzfristig zu Kosten führt.

Risikomanagement muss über die Beachtung bilanzieller und regulatorischer Risiken hinaus gehen und das Unternehmensumfeld im Blick behalten, betonen die Autoren der Studie. Unternehmen brauchen dazu einen „Risikoradar“. Und: Aus der Risikobetrachtung können auch Wachstumschancen abgeleitet werden. „Today’s Strategic Risk could be Tomorrow’s Strategic Opportunity“ schreiben Ernst & Young und Oxford Analytica in der Studie „Strategic Business Risk 2008 – the Top 10 Risks for Business“

Weitere Informationen:
Rudolf X Ruter
Ernst & Young AG
E-Mail: rudolf.x.ruter@de.ey.com

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