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Greenpeace blockiert Palmöl-Frachter

Dumai/Indonesien > Aktivisten des Greenpeace-Schiffes Rainbow Warrior demonstrierten gestern vor Sumatra gegen das Auslaufen eines Frachters mit Palmöl. Der unter liberianischer Flagge fahrende Tanker MT Westama sollte mit 30 000 Tonen Palmöl den Hafen von Dumai in der Provinz Riau auf Sumatra, Indonesien, verlassen. „Palmöl zerstört die Wälder und das Klima“, heißt es auf einem an der Rainbow Warrior angebrachten Banner.

Drei Wochen vor der nächsten UN-Klimakonferenz auf Bali, Indonesien, fordert Greenpeace eine drastische Reduzierung der weltweiten Entwaldung zum Schutz des Klimas. „Die globale Nachfrage nach Palmöl für Lebensmittel, Kosmetik und auch so genannte Bio-Treibstoffe heizt das Klima auf“, erläuterte Sue Connor, Waldexpertin von Greenpeace International. „Die Abholzung, Trockenlegung und Brandrodung der indonesischen Torf-Wälder entlässt enorme Mengen gespeicherten Kohlenstoff in die Atmosphäre. Indonesien ist deshalb der weltweit drittgrößte Treibhausgas-Emittent.“

Greenpeace kritisiert, dass multinationale Konzerne wie Unilever, Nestli und Procter & Gamble Palmöl aus Waldzerstörung in ihren Produkten verarbeiten. Die Organisation fordert diese Unternehmen auf, den Kauf von Palmöl zu stoppen, bis sie dessen Herkunft aus Plantagen ohne Urwaldabholzung garantieren werden kann.

Auf die Herausforderung reagierte in diesem Jahre – nach eigenen Angaben als erstes Kosmetikunternehmen – The Body Shop und hat nachhaltiges Palmöl in die weltweite Schönheitsindustrie einführen. Das Kosmetik- und Pflegeartikel-Unternehmen arbeitet dazu mit Daabon zusammengearbeitet, einem zertifizierten, biologisch arbeitenden Produzenten in Kolumbien, der mit lokalen Kooperativen arbeitet, um nachhaltige Produktion von Palmöl zu realisieren.

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