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Problem erkannt, Gefahr noch nicht gebannt – oekom research analysiert den Einzelhandel

München > Die weltweit größten Einzelhandelsunternehmen haben überwiegend die wichtigen sozialen und ökologischen Probleme ihrer Branche identifiziert und versuchen, alternative Wege zu betreten. Das berichtet oekom research nach einer Analyse der 28 weltweit größten Einzelhandelsunternehmen auf ihre ökologische und soziale Nachhaltigkeitsperformance hin. Die Analysten beobachteten dabei zugleich große Unterschiede hinsichtlich des Engagements und der Konsequenz, mit der die Unternehmen eine nachhaltigkeitsorientierte Unternehmensentwicklung vorantreiben. Am besten schnitt der schweizerische Retailer Migros ab, gefolgt von Mark & Spencer (Großbritannien) und Kesko (Finnland).

Eine starke Verpflichtung zur Corporate Social Responsibility sieht oekom research in der umfassenden Vernetzung des Einzelhandels in die Gesellschaft: weltweite und komplexe Zuliefererstrukturen und Millionen von Kunden täglich prägen die Branche. Die Analysten nahmen bei ihrer Untersuchung folgende Sachverhalten besonders kritisch in den Blick:

  • Arbeitsstandards im eigenen Unternehmen wie in der Zulieferkette
  • Auswirkungen der Produktpalette auf Gesundheit und Ernährungsgewohnheiten
  • CO2-Emissionen bei der Produktion, beim Transport und in den Läden
  • Zusammensetzung und Umfang von Verpackungsmaterialien
  • Einfluss des Produktangebotes auf die Wahrung der Artenvielfalt
  • Das berichtet oekom-research in einem aktuell veröffentlichten Newsletter.

    In Deutschland haben sich Einzelhandelsunternehmen im Rahmen des „AVE-Sektorenmodell Sozialverantwortung“ der Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels verpflichtet, ihre Lieferanten zu überprüfen, zu bewerten und sie bei der Einführung von besseren Arbeitsbedingungen zu unterstützen. So will der Einzelhandel langfristig zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den jeweiligen Lieferländern beitragen.