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Responsible Trade auf dem Vormarsch – Internationaler Handelskongress in Berlin

Berlin > CSR-Aspekte gewinnen im Handel weiter an Bedeutung. Für das Monitoring und die Verbesserung von Sozialstandards in der internationalen Lieferkette engagiert sich die AVE Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V. Dieser Aspekt der Corporate Social Responsibility ist beim Handel angekommen. “Auch kleine und mittlere Unternehmen insbesondere außerhalb Deutschlands sind sich zunehmend ihrer sozialen Verantwortung für die Lieferkette bewusst”, stellt AVE-Geschäftsführer Stefan Wengler fest. Das Konsumenteninteresse an Fragen der CSR ist nach Einschätzung von Wengler zwar gewachsen, jedoch nach wie vor relativ wenig ausgeprägt. Auch für die Stärkung des Konsumenten-Bewusstseins besitze das kritische Engagement der Nicht-Regierungsorganisationen eine große Bedeutung.

Die Außenhandelsvereinigung hat das AVE-Sektorenmodell Sozialverantwortung als weltweit erstes Projekt dieser Art ins Leben gerufen. Die Unternehmen des deutschen Einzelhandels haben sich darin verpflichtet, ihre Lieferanten in Bezug auf Sozialstandards zu überprüfen und zu bewerten und sie zugleich bei der Einführung von besseren Arbeitsbedingungen zu unterstützen. Das soll langfristig zur Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen in den jeweiligen Lieferländern beitragen. Aus dem AVE-Sektorenmodell Sozialverantwortung ging die Business Social Compliance Initiative hervor, deren bislang durchgeführten Sozialaudits ungefähr eine Million Arbeiterinnen und Arbeiter betrafen. “Gemessen an der Gesamtzahl der in Entwicklungsländern tätigen Bevölkerung mag dies zwar wenig sein, doch darf die Signal- und Multiplikationswirkung derartiger Audits nicht unterschätzt werden”, betont der AVE-Geschäftsführer. So habe sich durch die Arbeit der Business Social Compliance Initiative die Einstellung der betreffenden Regierungen zum Thema Sozialstandards zum Teil erheblich geändert.

Unter dem Thema “Corporate Responsibility – Responsible Trade. Wege zur Nachhaltigkeit in Handel und Konsumgüterwirtschaft” steht der 3. Internationale Jahreskongress für Global Retailing und Global Sourcing im Handel am 15. und 16. April in Berlin. Von hochrangigen Vertretern des Handels werden dabei Nachhaltigkeitsfragen referiert und diskutiert. Beteiligt sind u.a. Felix Ahlers (Vorstand Marketing und Vertrieb der FRoSTA AG), Gerd Bilen (Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.), Dr. Andrej Busch (Mitglied des Bereichsvorstands Deutsche Post World Net), Jürgen J. Maas (Präsident AVE e.V.), Prof. Dr. Helmut Merkel (Vorstand Arcandor AG), Dieter Overath (TransFair-Geschäftsführer) und Werner Wutscher (Vorstand REWE Group Austria). Fachkonferenzen beschäftigen sich mit dem Supply Chain Management, der Beschaffung, der Kommunikation und dem Reporting.

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