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A brand like a friend – Henkel will Verantwortlichkeit bei der Effizienzsteigerung zeigen

Düsseldorf > Auch ein Unternehmen, dass sich die gesellschaftliche Verantwortung auf die Fahnen geschrieben hat, kann durch veränderte Marktbedingungen unter Wettbewerbs- und Kostendruck geraten. Es sind insbesondere die steigenden Rohstoffkosten, die der Henkel KGaA zusetzen. Das Markenunternehmen mit dem Leitmotiv “A Brand like a Friend” beschäftigt in den Sparten Reinigungsmittel, Kosmetik, Körperpflege und Klebstoff-Technologien weltweit 53.000 Mitarbeiter. Nun hat die Geschäftsführung der Eckpunkte eines Programms zur Effizienzsteigerung beschlossen, in dessen Rahmen es zum Abbau von 3.000 Stellen kommen könnte – knapp sechs Prozent der Belegschaft wären damit betroffen.

Mit dem weltweiten Programm will Henkel seine Ertragskraft und langfristige Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken und ab 2011 jährliche Einsparungen in Höhe von rund 150 Mio. Euro realisieren. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Henkel KGaA, Prof. Dr. Ulrich Lehner, ist sich dabei der besonderen Verantwortung für seine Mitarbeiter bewusst: “Es geht dabei nicht um die bloße Reduzierung von Kosten, sondern um eine Investition in zukunftsfähige Prozesse und Strukturen, zu der uns auch unsere unternehmerische Verantwortung verpflichtet. Ein möglicher Stellenabbau wird, wie in der Vergangenheit, entsprechend unserer Tradition und unseren Werten sozialverträglich erfolgen”, betont Lehner. So sollen Einzelheiten des Programms erst nach Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretungen sowie mit möglicherweise betroffenen Mitarbeitern festgelegt werden.

Im Jahr 2006 wurde Henkel beim “Corporate Responsibility Rating” der Münchner Agentur oekom research unter den elf weltweit wichtigsten börsennotierten Konsumgüter-Herstellern als nachhaltigstes Unternehmen ausgezeichnet. Das Unternehmen unterstützt die Ziele des UN Global Compact und betont die Bedeutung von Unternehmenskultur und eines positiven Arbeitsklimas. Henkel-Chef Ulrich Lehner gilt als Visionär der gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung und unterrichtet u.a. als Honorarprofessor an der Universität Münster Werteorientierte Unternehmensführung. Auf der Homepage seines Unternehmens erläutert er den Zusammenhang zwischen CSR und Unternehmenserfolg: “Es geht darum, dass ein Unternehmen sich in all seinen Aktivitäten, entlang der gesamten Wertschöpfungskette, gesellschaftlich verantwortlich verhält – also seine Gewinne auf nachhaltige und gesellschaftlich verantwortungsvolle Weise erwirtschaftet. (…) Nur erfolgreiche Unternehmen können die Erwartungen erfüllen, die an sie gestellt werden: zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen, ihre Mitarbeiter entwickeln und fördern, Ausbildungsplätze anbieten”. Henkel zählt zu den Fortune Global 500 Unternehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von 13,074 Mrd. Euro und ein Betriebsergebnis von 1.344 Mio. Euro. Nun steht Unternehmenslenker Ulrich Lehner vor der Herausforderung, verantwortliche Unternehmensführung in den anstehenden Umstrukturierungsprozessen zu beweisen und glaubwürdig zu kommunizieren.

Foto: Work life balance besitzt bei Henkel eine große Bedeutung – eine Kindertagesstätte in Düsseldorf (Philipp Hympendahl
/Henkel KGaA)