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Urwaldzerstörung – Greenpeace-Aktion für Kunden und Unternehmer

Hamburg > Die Aufmerksamkeit der Kunden gewinnen, Unternehmer zu konsequentem Handeln motivieren und Druck auf die Politik in Richtung eines „Urwaldschutzgesetzes“ ausüben, das wollte Greenpeace mit einer Aktion gegen Tropenholzprodukte aus Urwaldzerstörung am vergangenen Samstag. In 32 Städten informierten Greenpeace-Aktivisten in Baumärkten und Möbelhäusern über die Herkunft von Parkett und Gartenmöbeln. Corinna Hölzel, Urwaldexpertin von Greenpeace, zeigte sich mit den Resonanzen auf die Aktion ganz zufrieden. „Das Bewusstsein für das Problem der Urwaldzerstörung und die Bekanntheit des FSC-Siegels haben zugenommen. Es fehlt aber noch an konsequenten Handlungen“, betont Hölzel.

Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit Hölzern seien die Baumärkte heute weiter als die Holzhandlungen, so Hölzel. Bei einer Recherche fand Greenpeace zuvor im deutschen Holzhandel Tropenhölzer wie Teak, Merbau, Meranti, Bankirai, Wengé und Jatoba. Diese aus Urwaldregionen in Südostasien, Zentralafrika und dem Amazonaswerden zu bis zu 80 Prozent ohne Genehmigung eingeschlagen. Menschen und Tiere in diesen Regionen verlieren so ihre Lebensgrundlagen; der Klimawandel wird als eine Konsequenz der Urwaldvernichtung beschleunigt.

Den Fund von Urwaldhölzern in Baumärkten oder Einrichtungshäusern können interessierte Verbraucher in einer Online-Datenbank von Greenpeace (www.greenpeace.de/holzrecherche) eintragen. Mit den Recherchen will Greenpeace die Forderung nach einem europäischen Urwaldschutzgesetz unterstützen. Im Mai 2008 richtet die deutsche Bundesregierung den Urwaldgipfel der Vereinten Nationen (Convention on Biological Diversity, CBD) in Bonn aus. Greenpeace fordert von Bundeskanzlerin Angela Merkel den Einsatz für ein solches europäisches Gesetz.

Zentrales Ziel des FSC (Forest Stewardship Council) sind weltweit gültige Prinzipien und Kriterien für eine verantwortungsvolle Waldwirtschaft. Zukünftigen Generationen soll der Wald mit seinen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Funktionen in mindestens gleichem Maße dienen, wie es heute der Fall ist. Ein detaillierter und übersichtlicher FSC-Holzführersteht im Internet unter www.fsc-deutschland zur Verfügung.

Kunden und Interessenten bietet Greenpeace den Einkaufsratgeber „Holz & Wald“ an, der in sehr übersichtlicher Form Hölzer, deren Herkunft und mögliche Risiken für den Erhalt der Urwälder beschreibt.

Weitere Informationen im Internet:
www.greenpeace.de