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EKD-Ratsvorsitzender fragt nach Sinn und Zweck wirtschaftlichen Handelns

Mannheim > Eine nur von den Gedanken an Eigennutz und Gewinnsteigerung angetriebene Wirtschaft operiert ohne wirklichen Sinn und Zweck in die Zukunft hinein. Das brachte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, am Montag in einem Beitrag vor dem Mannheimer Forum zum Ausdruck. Huber forderte dazu auf, nach dem Sinn wirtschaftlichen Handelns zu fragen. Unter den Bedingungen der Globalisierung sei nur so dem Leitbild einer sozial verantworteten Wirtschaft eine Zukunft zu geben. Eine exzessiv auf das Eigeninteresse ausgerichtete Gesellschaft zehre unverzichtbare Ressourcen wie die Familie, die Kultur und den Glauben auf. Rücksichtnahme und Kooperationsbereitschaft seien Grundbedingungen für wirtschaftliches Handeln.