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C&A: langfristiges Engagement für Bio-Baumwolle

Düsseldorf > Gestern startete in allen 1.200 C&A-Filialen der Verkauf von Produkten aus Bio-Baumwolle. Mit diesem Angebot folgt C&A keinem kurzlebigen Trend, sondern das Unternehmen plant ein langfristiges Engagement. 10 Prozent soll der Umgang der Bio-Baumwoll-Produkte mittelfristig ausmachen. Der Verkaufsstart war sorgfältig vorbereitet: Bereits im September 2007 wurden in 204 C&A-Filialen in verschiedenen europäischen Ländern Bio-Baumwoll-Produkte angeboten. Und C&A fand in einer eigenen Studie heraus: Mehr als zwei Drittel der Verbraucher würden auf Produkte aus ökologisch und fair angebauter Baumwolle zurückgreifen, wenn diese modisch und ohne Aufpreis erhältlich sind. Dem folgt die jetzt angebotene Bio-Baumwoll-Kollektion.

„Wir bieten keinen Standard, sondern Mode. Unsere Produkte bestehen zu 100 Prozent aus Bio-Baumwolle. Und wird verbreiten sie europaweit“, erläutert Unternehmenssprecher Thorsten Rolfes gegenüber CSR NEWS die Strategie seines Hauses. 12,5 Millionen Kleidungsstücke aus ökologisch angebauter Baumwolle sollen in diesem Jahr europaweit verkauft werden. Das entspricht einem Bedarf an 7.500 Tonnen Bio-Baumwolle. Das Angebot an diesem Rohstoff ist auf dem Weltmarkt begrenzt. Doch Rolfes rechnet fest damit, dass die Nachfrage durch C&A und andere Kaufhausketten die Weltmarktproduktion steigern wird.

Ein großes Informationsbedürfnis hat C&A bei seinen Kunden ausgemacht. Vielen sei der Unterschied zwischen konventionell und biologisch angebauter Baumwolle nicht bekannt. Deshalb startet das Unternehmen nun eine Informationskampagne mit TV-Spots und Anzeigen in Tageszeitungen. In den Filialen werden Bio-Cotton-Broschüren angeboten.

Begrüßt wird das C&A-Engagement von Organic Exchange, einer weltweiten gemeinnützigen Initiative zur Förderung von biologisch angebauter Baumwolle. „Mit der Entscheidung, mehr Mode aus ökologisch angebauter Baumwolle ins Sortiment zu nehmen, hilft C&A nicht nur die Umwelt zu schützen, sondern auch die Lebensqualität und das Auskommen der Bio-Bauern und ihrer Familien zu verbessern“, betont Rebecca Calahan Klein, Director Program Development bei Organic Exchange.

Foto: Bio Cotton Frühjahr/Sommer 2008 bei C&A (C&A)