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Europaweite Studie zum gesellschaftlichen Engagement von Fußballvereinen

Die Profi-Fußballvereine der G-14-Gruppe engagieren sich in vielfacher Art und Weise für eine zukunftsfähige Gesellschaft und berücksichtigen immer stärker soziale und ökologische Aspekte. Zu diesem Ergebnis kommt ein pan-europäisches Forschungsprojekt, das im Auftrag der G-14 von BitC und sechs Partnerorganisationen realisiert wurde. In Deutschland wurde das Projekt von UPJ durchgeführt.

Die G-14 ist ein Zusammenschluss 18 großer europäischer Fußballvereine wie z.B. Juventus Turin, Arsenal London, Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen und FC Bayern München. Im Rahmen des in dieser Form bisher einmaligen Forschungsprojekts wurden in ganz Europa über 30 Vertreter von G-14-Mitgliedsvereinen zu ihrem gesellschaftlichen Engagement und ihrem CSR-Management interviewt sowie dazu eingeladen einen umfangreichen Erhebungsbogen im Internet auszufüllen.
Als einflussreiche Vorbilder haben Fußballvereine ganz besondere Möglichkeiten Menschen zu mobilisieren, die Lebensbedingungen vieler Menschen zu verbessern und zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beizutragen.

Auch wenn viele der Vereine mittlerweile eine überregionale internationale Fanbasis haben, sind sie weiterhin sehr eng mit ihrem lokalen Umfeld verbunden. Sie verstehen sie sich als gute Bürger und führen verschiedenste Corporate Citizenship-Programme z.B. in den Bereichen Bildung, Jugendhilfe, Rassismusbekämpfung und Gesundheitsförderung durch, die sich an den spezifischen gesellschaftlichen Problemen der Region orientieren.

In der strukturschwachen Region Dortmund bietet Borussia Dortmund z.B. in Zusammenarbeit mit dem Hauptsponsor Evonik ein festes Kontingent an Freikarten für arbeitslose Fans an und unterstützt die örtliche Arbeitsagentur bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen. Bayer 04 Leverkusen hat im eigenen Stadion ein Lernzentrum eingerichtet, in dem Schüler auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden und das gezielt die Attraktivität des Stadions als Lernort nutzt.

Zunehmend reagieren die Vereine auch auf die steigenden gesellschaftlichen Anforderungen an eine ökologische verantwortliche Unternehmensführung. Mehrere Vereine haben eigene Managementstrukturen entwickelt, um die Umweltauswirkungen der Geschäftstätigkeit und des Spielbetriebs zu verringern und nutzen darüber hinaus die Bekanntheit der eigenen Marke sowie Spieler, um das Umweltbewusstsein der Fans zu steigern. Erst wenige Vereine wie z.B. der FC Barcelona nutzen jedoch die Möglichkeiten über die positive Austrahlungskraft der Marke des Vereins Menschen für soziale Zwecke auf internationaler Ebene zu mobilisieren.

Weitere ausgewählte innovative Projekte, in denen sich Fußballvereine in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen, anderen Unternehmen und Sponsoren sowie Politik und Verwaltung für ein zukunftsfähiges Gemeinwesen und die Lösung gesellschaftlicher Probleme engagieren, werden in dem jüngst veröffentlichten Bericht des Forschungsprojekts vorgestellt.

Der Bericht kann hier kostenlos als PDF heruntergeladen werden.