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Weltgedenktage – eine wenig genutzte Chance zum Dialog

Hückeswagen > In dieser Woche halten wieder Weltgedenktage das öffentliche Bewusstsein für große Herausforderungen der Gegenwart wach. Das sind morgen der Internationale Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung, am 22. März der Weltwassertag und am 24. März der Welttuberkulosetag der WHO. Die Weltgedenktage werden besonders von Nichtregierungsorganisationen genutzt, um auf diese Herausforderungen und ihren Beitrag zu deren Lösung aufmerksam zu machen: Die Deutsche Sportjugend berichtet von ihrer „Woche gegen den Rassismus“, die Welthungerhilfe fordert mehr Einsatz für Sanitär- und Hygienemaßnahmen in Entwicklungs- und Nothilfeprojekten und die Lungenliga erinnert an annähernd 9 Millionen Neuansteckungen pro Jahr.

Diese Themen spielen auch in Unternehmen eine große Rolle: Bei der Diversity sind einige Großunternehmen vorbildlich engagiert, nachhaltiges Wassermanagement ist ein großes Thema in mehreren Industriezweigen und der Kampf gegen die Tuberkulose wird durch Pharmakonzerne unterstützt.

Dennoch: Die in unserer Reaktion in dieser Woche eingegangenen Pressemeldungen zu Weltgedenktagen stammen von NGOs und beziehen das Unternehmensengagement nicht mit ein. Dabei ist beiden Seiten bewusst, wie wichtig das gemeinsame Engagement bei diesen großen Themen ist. Unternehmen und NGOs können zudem durch eine gemeinsame Kommunikation eine tiefere Öffentlichkeitswirkung erreichen. Und nicht zuletzt bieten Weltgedenktage die gute Chance zu einem breiten gesellschaftlichen Dialog über Probleme und Lösungsansätze.

Ein Beispiel für solche gemeinsamen Aktionen gibt das in den USA ansässige Bündnis „Global Water Challenge“ (GWC). In dem Zusammenschluss sind Unternehmen ebenso aktiv wie NGOs und internationale Organisationen. GWC verweist anlässlich des Weltwassertags auf einen Online-Wettbewerb mit dem Titel „Innovation vor Ort nutzen und die Wasser- und Abwasserkrise meistern“ („Tapping Local Innovation: Unclogging the Water and Sanitation Crisis“). Gesucht werden noch bis zum 26. März Unternehmer mit bahnbrechenden Ansätzen zur Lösung des weltweiten Wasser- und Abwasserproblems. Weitere Informationen gibt in englischer Sprache die Internetadresse www.globalwaterchallenge.org.

Vielleicht haben wir weitere gemeinsame Aktionen zu den genannten Weltgedenktagen nicht wahrgenommen? Dann holen wir das gerne nach. Schreiben Sie doch einfach an unsere Redaktionsadresse.

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