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IKEA fehlt FSC-zertifiziertes Holz

Hamburg > Der Möbelkonzern IKEA schafft es nicht, in seinem Sortiment den Anteil von Holzprodukten aus ökologischer Forstwirtschaft bis zum Ende des Jahres 2009 auf 30 Prozent zu steigern. Langfristiges Ziel bleibe aber, das gesamte Sortiment aus FSC-zertifiziertem Holz anzubieten. Jedoch hinterlege man dafür nun kein Zieldatum mehr, wie eine Unternehmenssprecherin gegenüber CSR NEWS betonte. Zu viele schwer steuerbare Faktoren hätten Einfluss auf die Zielerreichung.

Das „Greenpeace Magazin“ hatte gemeldet, dass der Anteil FSC-zertifizierter Produkte bei IKEA innerhalb der letzten drei Jahre von zwölf auf sechs Prozent gesunken sei. Die Zertifizierung von Wäldern insbesondere in Russland und China sei langsamer verlaufen als erwartet. Von den im Geschäftsjahr 2007 bei IKEA verarbeiteten rund sieben Millionen Kubikmetern Holz stammten jeweils mehr als eine Million Kubikmeter aus Russland und China. Greenpeace kritisiert, dass IKEA FSC-zertifizierte Ware nicht mit dem FSC-Logo kenntlich mache und sich so Kunden nicht bewusst für ökologisch erzeugte Holzprodukte entscheiden könnten.

IKEA ist in verschiedenen Forstwirtschaftsprojekten gemeinsam mit NGOs engagiert: Mit dem WWF kooperiert IKEA in Projekten, die ein legales Verhalten bei Forstwirtschaft und Handel und verantwortungsvolle Bewirtschaftung von Wäldern in wichtigen Regionen fördern und das Ausmaß von nicht nachhaltiger Abholzung reduzieren sollen. Die Rainforest Alliance unterstützt IKEA bei der Schulung chinesischer Forstarbeiter und Interessengruppen in den Prinzipien einer FSC-Zertifizierung, um die Zertifizierung von Wäldern in China durch den Forest Stewardship Council voranzutreiben. Weitere Kooperationen bestehen z.B. mit dem „Sow a Seed“-Projekt in Malaysia oder der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaft in Alnarp.

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