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Forum EnviComm mit Rekordbeteiligung

Stuttgart > Die Wirtschaft boomt, aber das Image der Unternehmen und der Manager sinkt: Zwei Drittel der Bevölkerung sieht einen Verfall von Anstand und Moral auf den Führungsetagen. Jeder dritte Mitarbeiter deutscher Unternehmen ist unmotiviert und unzufrieden. Nur noch 20 % bringen die Firma mit ihrer Motivation und Zufriedenheit weiter. Und nur jeder vierte glaubt, dass Manager überhaupt ein Verantwortungsbewusstsein haben. Solche oder ähnliche Befunde fördert heute jede Umfrage von Allensbach bis TNS-Infratest zutage.

In diesem schwierigen Umfeld findet am 26. und 27. Mai 2008 zum vierten Mal das „Forum EnviComm“ in Stuttgart statt, ein Forum für Manager und Kommunikationsprofis, das sich mit der Corporate Social Responsibility (CSR) beschäftigt. Damit ist Wahrnehmung der Verantwortung der Unternehmen gegenüber den Mitarbeitern, dem Unternehmensumfeld und der Umwelt gemeint.

„Noch nie wurde die Übernahme der Verantwortung so gefordert wie jetzt“, sagt Veranstalter Wolfgang Scheunemann, früher selbst Mitglied des Top-Managements von Daimler und heute Geschäftsführer der auf CSR spezialisierten Unternehmensberatung dokeo. Er findet für diese These immer mehr Zustimmung bei den Unternehmen selbst: Erneut meldet das „Forum EnviComm“ eine Rekordbeteiligung: Fast 300 Manager und Journalisten, Politiker, Wissenschaftler und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) haben ihre Teilnahme angekündigt.

Dort steht neben dem Aufzeigen problematischer Zustände die Suche nach Lösungen im Vordergrund:
– „Greenwashing“, der Versuch, Unternehmen durch PR ein grünes Mäntelchen umzuhängen, wird an konkreten Beispielen thematisiert, und Alternativen werden diskutiert.
– Fragen nach der Herkunft von Rohstoffen hätten sicher dazu geführt, dass es dem brasilianischen Regenwald, wichtig für unser globales Klima, nicht so schlecht gehen würde.
– Auch das Engagement deutscher Unternehmen bei Olympia in Peking, die Bemühungen zur Erhaltung der Biodiversität, der Kampf gegen Global Warming oder die Verantwortung des Finanzsektors sind wichtige Themen.

Daneben stehen fachspezifische Inhalte an: Wie muss ein CSR-Management im Unternehmen beschaffen sein? Welche Wirkung haben CSR-Rankings? Wie können Unternehmen und NGOs sinnvoll zusammenarbeiten? Und wie sehen funktionierende Kooperationen zwischen Staat und Wirtschaft aus?

Von der Grundstoffindustrie bis zu konsumnahen Brachen, und von der CSR-Kommunikation bis zu CSR-Organisation berichten über 60 Referenten in Plenarsitzungen und Sektionen. Darüber hinaus bieten drei Plenumsdiskussionen – eine davon mit Journalisten meinungsbildender Medien – und die „Projektbörse“ mit ihren Kooperationsangeboten vielfältige Möglichkeiten zum Informations- und Meinungsaustausch.

So will das „Forum EnviComm“ eine umfassende Plattform für alle an diesem Thema Interessierte sein. „Wir hoffen, dass wir mit dem „Forum EnviComm“ CSR ein Stück nach vorn treiben und einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass der Grundkonsens in unserer Gesellschaft erhalten bleibt, ein Konsens, der für den Wohlstand Deutschlands unabdingbar ist“, meint Scheunemann.

Dieses Ziel unterstützen auch die Mitveranstalter, die Global Reporting Initiative (GRI), Amsterdam, und die Umweltakademie des Landes Baden-Württemberg. Dazu hat das „Forum EnviComm“ mit Ernst & Young einen Hauptsponsor aus der Wirtschaft gefunden. Somit ist es mit seinen Unterstützern aus NGOs, Staat und Wirtschaft im gleichen Kräftefeld verankert wie CSR insgesamt. Und mit seinen Themen ein guter Spiegel für die aktuellen Fragen der Zeit.

Das Programm sowie weitere Informationen im Internet unter www.envicomm.org

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