Nachrichten Partnermeldungen

CSR Services von Ernst & Young – Green IT

Auf der diesjährigen CeBIT sollte das Thema „Green IT“ zu einem der Topthemen werden; nach Ansicht einiger Experten ist dies aber nicht gelungen. Manche Hardware- und Systemanbieter haben bereits umfassende und auch integrierte Lösungen in ihrem Angebot, um die „IT“ eines Unternehmens umweltfreundlicher zu gestalten. Andere Anbieter hingegen springen nach Meinung von Beobachtern nur auf einen fahrenden Zug auf, ohne dass das entsprechende „Radical Greening“ tatsächlich in den Produkten seinen Niederschlag findet. Kritiker fürchten daher hier bereits das Aufkommen eines bedeutungslosen „Marketing-Hypes“.

Das Thema „Green IT“ ist aber da – und auch nicht mehr wegzudiskutieren. Die zugrunde liegenden Ursachen lassen es schließlich zu einem Aspekt werden, dessen Behandlung im ureigensten Interesse der Unternehmen liegt. Dies geht über die reine Außenwirkung hinaus. Klimawandel und Umweltschutz sind in aller Munde – Kunden, Mitarbeiter und Anteilseigner erwarten, dass Unternehmen ihrer Verantwortung, ihrer Corporate Responsibility, auch und gerade im Kontext des Klimawandels nachkommen.

Vor allem ist die Beschäftigung mit Green IT aber zunehmend eine originär finanzielle Frage. Bereits heute betragen – bei einem Betrachtungszeitraum von drei Jahren – die Energiekosten für Stromversorgung und Kühlung ca. 100 bis 150 Prozent der Beschaffungskosten des Servers selbst. Für 2012 wird ein Anstieg auf mindestens 300 Prozent erwartet, eine Steigerung auf bis zu 2200 Prozent wird befürchtet. Dieser Anteil an Energiekosten wird bei Investitionsentscheidungen häufig unterschätzt und nicht angemessen gewürdigt.

Die zunehmende Bedeutung der Energiekosten liegt zwar nicht zuletzt in den steigenden Beschaffungskosten für Energie begründet, sie ist aber nicht nur darauf zurückzuführen. Der Geschäftsbetrieb eines Unternehmens stellt immer höhere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der IT: Prozesse werden immer mehr digitalisiert („papierloses Büro“), die Kommunikation läuft zunehmend über das Internet und nicht zuletzt erfordert die Internationalisierung des Geschäftsbetriebs die Hochverfügbarkeit von Servern rund um die Uhr. In der Konsequenz ist eine immer leistungsfähigere Hardware notwendig; das Anwachsen der Datenmengen erzwingt – bei der Begrenzung der Raumfläche eines Rechenzentrums – eine immer dichtere Anordnung der Komponenten, sodass die Kühlungserfordernisse den Energiebedarf weiter und überproportional steigern.

Über die Frage der Kosten hinaus wird dieses Thema zunehmend auch unter Risikogesichtspunkten wahrgenommen. Analysten erwarten, dass bereits im Jahr 2008 Rechenzentren die Energie- und Kühlungsanforderungen nicht mehr erfüllen können. Damit rückt das Thema „Green IT“ in den Blickwinkel der strategischen Unternehmensführung – und ist konsequenterweise in seiner Außenwirkung nicht mehr nur auf Klimawandel fokussiert, sondern auch Ausdruck einer „Sound Business Practice“.

Neben dem Einsatz sogenannter Cleantech-Produkte, d. h. besonders energieeffizienter Hardwarekomponenten, gibt es in einem Green-IT-Programm mehrere parallele Ansätze. Die bereits angesprochene Kühlung der Serverräume nimmt dabei eine wichtige Rolle ein; räumliche Anordnungen und Kreisläufe stehen dort im Mittelpunkt der Betrachtung. Da der Energieverbrauch von Servern nicht im gleichen Ausmaß sinkt wie deren Auslastung, werden zudem Virtualisierungskonzepte genutzt, um die Auslastung einzelner Server zu maximieren und andere stillzulegen. Nicht zuletzt werden auch die Effizienz der durch die Software gesteuerten Datenhaltung sowie die Effizienz der Software selbst kritisch hinterfragt. Green IT ist somit mehr als „nur“ der Einsatz Strom sparender Geräte.

Nach Umfragen sind zurzeit teilweise nur ein Drittel der Unternehmen bereit, in die Verringerung der CO2-Emmissionen aus der eigenen IT zu investieren. Aufgrund der Kostendimension ist Green IT aber mittlerweile bei vielen Unternehmen auf die Agenda gekommen. Nicht zuletzt wird der kritische Blick der Einkäufer aus der IT, die dann auch Energiesparziele zu erfüllen haben, wesentlich dazu beitragen, dass Green IT nicht ein Marketing-Hype bleibt, sondern für die Anbieter ein Markterfordernis ist.

Ernst & Young unterstützt seine Mandanten bei der Definition eines sogenannten „Green IT“-Programms, um dabei zu helfen, die Erwartungshaltung der Stakeholder zu erfüllen, und Einsparungen beim Betrieb des Rechenzentrums zu erreichen, aber auch als neutrale Instanz, unabhängig von Software-, Hardware- und Systemanbietern, bei der Potenzialanalyse und der Erstellung eines Business Case für die erforderlichen Investitionen in Software und Infrastruktur

Für weitere Informationen rund um das Thema „Green IT“ steht Ihnen gerne Thomas Fuggenthaler zur Verfügung.

Bei generellen Fragen zu unserem umfangreichen Dienstleistungsportfolio im CSR-Bereich wenden Sie sich bitte an Christian Pohl.