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SERCO – Cause Related Marketing mit ungewöhnlichem Hintergrund

Bonn > Pro verkauftem Kilo Kaffee spendet Serco mindestens 0,25 € an eine gemeinnützige Organisation. Das ist klassisches Cause Related Marketing. Das Ungewöhnliche: Die begünstigte NGO ist die Opferhilfeorganisation “Weisser Ring”, und Serco ist kein Kaffeeröster.

Der Kaffee stammt aus Deutschlands erstem von einem Privatinvestor betriebenen Gefängnis, der JVA Hünfeld. Und die Serco GmbH ist eine Tochtergesellschaft des weltweit tätigen und in dieser besonderen Form der Public Private Partnership erfahrenen britischen Dienstleistungskonzerns Serco Group plc. Das Projekt war in Deutschland nicht unumstritten, da ein Privatinvestor im Strafvollzug sozusagen in das hoheitliche Handeln des Staates vordringt.

Vor einem Jahr startete in der JVA Hünfeld eine Kaffeerösterei, die bundesweit erste Kaffeerösterei in einer JVA. Deren Hausmarke heißt “Bohne No1“. Vertrieben wird das Kaffeeprodukt über einen JVA Online-Shop im Internet: www.jva-onlineshop.de. Aus diesem Verkauf kamen 1.072,54 € zusammen, die durch die Serco GmbH auf 2.000,– € aufgestockt wurden und die nun an den “WEISSEN RING e.V.“ übergeben wurden, der sich für die Opfer von Kriminalität und deren Rechte einsetzt.

Auch ansonsten wird Corporate Social Responsibility bei dem aus Großbritannien stammenden Unternehmen ernst genommen. Serco verpflichtet sich z.B. zum fairen und vertrauensvollen Umgang mit seinen Mitarbeitern und zu deren Weiterentwicklung. Das Unternehmen engagiert sich als Good Corporate Citizen in der lokalen Gemeinschaft und international und unterstützt seine Mitarbeiter in ihrem Engagement für die Gesellschaft. So unterstützte Serco die Hilfsaktion “Bonner für Afghanistan” von CARE Deutschland nach der Tsunami-Katastrophe und das Unternehmen ist im Partnerschaftsprojekt der Stadt Bonn mit der südindischen Stadt Cuddalore engagiert.