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Sommercamp futOUR bereitet Hauptschüler auf den Beruf vor

Berlin > Zur Unterstützung für Berliner Hauptschüler zum dritten Mal ein dreiwöchiges Sommercamp mit Workshops, Projektarbeit und Erholungsangeboten als ein gemeinsames Angebot der Unternehmensgruppe Gegenbauer, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, des Berliner Senats und der DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement. Das „Sommercamp futOUR“ bietet rund 80 Berliner Hauptschülern der siebenten Klasse freiwillig vom 21. Juli bis zum 8. August eine Chance zur beruflichen Frühorientierung – initiiert und größtenteils finanziert durch das Berliner Unternehmer Werner Gegenbauer. Unter dem Motto „Dein Sommer – Deine Zukunft!“ bereiten sich die Schüler in einer Mischung aus Workshops, Betriebserkundungen und Erholung in den Camps in Todtmoos (Schwarzwald) und Bosau (Plöner See) auf ihren Einstieg in die Arbeitswelt vor. Zudem können in einem dritten Camp („futOUR+“) weitere 20 ehemalige futOURisten des letzten Jahrgangs ihre Erfahrungen und Fähigkeiten vertiefen.

Alexander Behrens ist Leiter Programmkommunikation der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung gemeinnützige GmbH (DKJS). Er berichtet gegenüber CSR NEWS zu dem Projekt:

CSR NEWS: Herr Behrens, können Sie uns Näheres zu dem Programm und der Idee dahinter sagen?

Alexander Behrens: Ein für Jugendliche wertvolles und prägendes Erlebnis ist die Chance, die Wirksamkeit des eigenen Handelns zu erfahren. Wem es gelingt, Lernen und Arbeit mit Freude und als erfüllend zu erleben und nicht als lästige Pflicht, der geht einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer selbst bestimmten Biografie. So sehen es auch die Jugendlichen selbst: Ihre überwiegende Mehrzahl sieht sich selbst in der Pflicht, wenn es um die eigene Zukunftsgestaltung geht. Angebote, um selbstbewusster zu werden, die Persönlichkeit zu bilden und sich auf Berufe vorzubereiten, gehören im Konzept zu den Sommercamps futOUR zusammen. Wenn beispielsweise am Ort des Camps aus eigener Kraft etwas Neues entsteht, dann erleben die Jugendlichen den selbst erarbeiteten Erfolg. Sich zu entspannen und zu spielen – auch das kommt in diesen Sommerferien 2008 nicht zu kurz. Das Programm startete 2006 und ist zunächst auf eine dreijährige Laufzeit ausgelegt. Eine Fortführung in Berlin und aufgrund seines Modellcharakters auch für andere Bundesländer wird von den Organisatoren angestrebt.

CSR NEWS: Was haben Sie aus den Erfahrungen der ersten beiden Camps für dieses dritte Camp übernommen?

Alexander Behrens: Es wird noch mehr Wert auf das Sammeln praktischer Erfahrungen und das „Hineinschnuppern“ bei den Unternehmen/Betrieben gelegt. Im Alumni-Camp futOUR+ bereiten sich die Teilnehmer bereits konkret auf die Bewerbung von Praktikantenstellen vor, z.B. durch ein Rollenspiel Bewerbungsgespräch, die Vorbereitung von Bewerbungsmappen etc. und die Alumnis sind in diesem Jahr auch schon beim Vortreffen im Juni dabei gewesen.
Auch die Zusammenarbeit mit teilnehmenden Schulen (schon im Januar 2008 wurde schulbezogen über das Programm besprochen),
ist 2008 enger als in den Vorjahren. Es gibt beispielsweise Kooperationsverträge zwischen teilnehmender Schule und DKJS zur Zusammenarbeit im Rahmen der Sommercamps futOUR und ebenso für die Vor- und Nachphase der Camps.

CSR NEWS: Wer gestaltet die Camps?

Alexander Behrens: Die Camps werden von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung organisiert und u.a. mit Unterstützung von eingeladenen Referenten, Workshop-Leitern etc. durchgeführt. Auf einem Nachtreffen Ende September übergibt dann Werner Gegenbauer den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihr futOUR-Zertifikat.

CSR NEWS: Besten Dank!

Weitere Informationen im Internet:
www.sommercamp-futour.de

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