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Bundesbeauftragter: Migrantenunternehmen müssen mehr ausbilden

Köln > Bei der zweiten Veranstaltung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur „Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in die deutsche Wirtschaft durch Berufsausbildung“ in der zweiten Juliwoche warb der Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand, Hartmut Schauerte, für mehr Ausbildungsplätze in Migrantenunternehmen. Er ermutigte die Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund, jungen Menschen eine Berufsausbildung zu ermöglichen und Ausbildungsplätze bereitzustellen. Darüber hinaus bat er Kammern und Migrantenorganisationen um Unterstützung beim Einstieg von Unternehmen in das duale Berufsausbildungssystem. Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund bilden im Vergleich zu deutschen Unternehmen deutlich weniger aus: Während deutsche Unternehmen eine Ausbildungsquote von ca. 25 % erreichen, liegt diese bei türkischen Migranten bei 19 %, bei Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion bei 15 % und bei griechischen Migranten sogar nur bei 6 %. Laut Schauerte ist Ausbildung für Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund ein wichtiger Beitrag zu ihrer eigenen Integration und belegt die Übernahme sozialer wie gesellschaftlicher Verantwortung.