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Moralinde – Wie gelingt Unternehmenstransparenz im Web?

Legau > Dass ethisches Verhalten von Unternehmen eine immer größere Rolle für Kaufentscheidungen spielt, ist unbestritten. Höchst umstritten sind jedoch im Einzelfall Unternehmensbewertungen nach ethischen Kriterien. Das zeigte etwa die Diskussion unter dem Thema “Wer bewertet die Ratingagenturen und Ranker?” zu Jahresanfang. Corporate Social Responsibility ist ein Business Case mit wachsender Bedeutung. Mit einem auf Kundenbewertungen basierenden Modell will nun die Moralinde GmbH ethische Unternehmensbewertungen anbieten und verantwortlich handelnde Unternehmen auszeichnen:

Moralinde steht dabei für „MORAL IN DEutschland“. Das Webportal moralinde.de bietet als Web 2.0 Plattform ein einfaches Bewertungssystem, in dem Benutzern die Unternehmen nach drei Moralkriterien unterschieden sollen: fair zu Deutschland, fair zur Umwelt und fair zu Menschen. Zu den Unternehmen findet sich eine Benutzerdarstellung, bei der nach dem Prinzip von Wikipedia jeder Benutzer sein Wissen und seine Meinung einbringen kann. Über Links erschließen sich dem Leser dabei auch weiterreichende Informationen. Zudem wird eine Bewertung angeboten. Dabei ist jedoch nicht erkennbar, wie viele Personen nach welchen Kriterien bewertet haben oder wie viele Unternehmen bereits registriert sind. Das soll demnächst anders werden, betont Geschäftsführer Thomas Stadler. Eine Seite mit entsprechenden Auswertungen befindet sich in Arbeit. Das Webportal steht am Anfang, 40 Benutzer haben sich bisher registriert. Aber: Um Bewertungen abzugeben, muss man nicht registriert sein.

Wie ethisch handeln Unternehmen? Welche Entscheidungen sind gut und richtig? Nach welchen Kriterien und mit welchen Interessenlagen entscheiden ihre Bewerter? Einfache Antworten sind auf diese Fragen nicht zu erwarten. Transparenz dürfte als Kerntugenden in dem Diskussionsprozess gelten.

Die Plattform im Internet:
www.moralinde.de