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STAND UP – Take Action: UN-Millenniumkampagne von Firmen unterstützt

Bonn > Mehr als 43 Millionen Menschen mobilisierte die UN-Milleniumkampagne „STAND UP – Take Action“ 2007 für öffentliche Aktionen. Ein dritter weltweiter Aktionstag gegen Armut findet vom 17. bis 19. Oktober statt – und auch Unternehmen sind beteiligt.

In New York hatten im Millenniumjahr 2000 in der UN-Vollversammlung 189 Staats- und Regierungschefs die UN-Millenniumziele verabschiedet. Bis zum Jahr 2015 sollen z.B. mehr als 500 Millionen Menschen aus extremer Armut befreit sein, weltweit alle Kinder zumindest die Grundschule besuchen und 350 Millionen Menschen endlich sauberes Wasser trinken können. Durch das gemeinsame Engagement von Entwicklungs- und Industrieländern sind diese Ziele erreichbar. Es gibt seit dem Jahr 2000 auch deutlich erkennbare Fortschritte. Aber: Die Umsetzung geschieht zu langsam. Es gibt – z.B. in China und Indien – große regionale Unterschiede. Und Sub-Sahara-Afrika liegt bei allen Zielen weit zurück.

Ein Teil des Problems: Durch unfaire Handelsbedingungen gehen den Entwicklungsländern nach Schätzungen der UN jährlich 700 Milliarden Dollar verloren. Zum Vergleich: Die weltweite Entwicklungshilfe betrug 2006 insgesamt 103,9 Milliarden Dollar.

Die UN-Millenniumkampagne wirbt für die Umsetzung der Millenniumziele und will dazu die Öffentlichkeit informieren. Das leistet sie auch mit der Unterstützung von Sponsoren, wobei sie sehr zurückhaltend bei der Sponsorenwerbung agiert. „Wir wollen als UN-Kampagne nicht der Zivilgesellschaft die Geldgeber wegnehmen“, betont Pressesprecher Ralf Birkner. Aktiv sind einzelne Sponsoren, die sich in ihrem eigenen Unternehmen gesellschaftlich verantwortlich verhalten. Dazu gehören die Scandlines Deutschland GmbH (Rostock) und das besonders in Afrika engagierte Unternehmen SolarWorld AG. Aus der Zusammenarbeit mit der UN-Kampagne können interessante neue Ideen entstehen: So arbeitet Scandlines aktuell an dem Konzept der „fairen Fähre“.

Und auch beim nächsten STAND-UP werden Unternehmen ihre Mitarbeiter informieren und für Veranstaltungen freistellen. Wie es etwa die Deutsche Post getan hat, vor deren Zentrale ein solcher Event stattfand. Und wie es viele kleine und mittelständische Unternehmen deutschlandweit tun – als ein Beitrag zur Förderung der UN-Millenniumziele.

Weitere Infos im Internet:
www.stell-dich-gegen-armut.de

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