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Pflegenester für Kleinstkinder – Unternehmen bieten sich unterschiedliche Partner

Düsseldorf > Unternehmen, die ihre Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen wollen, bietet sich eine wachsende Zahl externer Partner an. Gemeinnützige Organisationen und privatwirtschaftliche Firmen stehen dabei in Konkurrenz. Besonders wenn es um die flexible Betreuung von Kleinstkindern geht.

Familienfreundlichkeit ist für Unternehmen nicht nur eine Frage der Corporate Social Responsibility, sondern auch des Personalmanagements. Nur durch Betreuungsangebote für ihre Kinder können manche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen gehalten werden. Der Bereich der Betreuungsangebote für ab dreijährige Kinder – die klassischen Kindertagesstätten – ist öffentlich subventioniert. Hier besteht eine Vielzahl von Angeboten unterschiedlicher Träger. Anders ist dies bei der Betreuung der unter Dreijährigen. Hier ermöglichen Reformen des Kinder- und Jugendrechts nun flexible Betreuungsformen, ohne dass allerdings der Staat in die Finanzierung eintritt. Dies fordert ein Engagement der Unternehmen für ihre Mitarbeiter heraus.

Als Partner empfiehlt sich dabei etwa die do.it projekt – management GmbH & Co KG aus Castrop-Rauxel. Das Wirtschaftsunternehmen entwickelt Konzepte für eine zeitgemäße, flexible Kinderbetreuung, erstellt Bedarfsanalyse, hält Informationsveranstaltungen und Fachtagungen und erarbeitet Betreuungskonzeptes. Den Einstieg ermöglichen teilweise bedarfsorientierte Ferienprogramme. So begleitete do.it in Marl das Kinderhaus Marlino, das in den Ferien mit knapp 30 Kindern auf eine sechs Wochen lange „Reise um die Welt“ ging. In Hückeswagen (Bergisches Land) entsteht aus solchen Ferienprogrammen mit Unterstützung ortsansässiger Unternehmen wie Klingelnberg, Pflitsch in ixetic derzeit ein Regelangebot.

Als Partner stellen sich aber auch die Wohlfahrtsverbände zur Verfügung. Sie können auf umfangreiche Erfahrungen mit der Trägerschaft von Kindertagesstätten zurückgreifen. So bietet die Arbeiterwohlfahrt in Düsseldorf z.B. gemeinsam mit den Firmen Henkel und Provinzial Betriebskindergärten an. Die AWO Düsseldorf ist mit 1.100 Mitarbeitern der zweitgrößte Arbeiterwohlfahrt-Kreisverband überhaupt und trägt bereits 18 Kindertagesstätten. Mit der neu gegründeten Tochtergesellschaft AWO.DUS GmbH bietet der Wohlfahrtsverband Unternehmen seine Unterstützung bei der Kleinstkinderbetreuung an. Das Gesetz lässt heute die Einrichtung so genannter „Pflegenester“ für unter Dreijährige zu, erläutert Dr. Michael A. Peschke von der AWO.DUS. Das Genehmigungsverfahren ist dabei wesentlich einfacher und die Mindestlaufzeiten deutlich kürzer als bei Kindertagesstätten. Pflegenester sind auch was die baulichen Voraussetzungen angeht eine flexiblere Lösung und damit gerade für mittelständische Unternehmen interessant. Mit einer Tagesmutter können solche Pflegenester bis zu fünf Plätzen und mit zwei Tagesmüttern bis zu neun Plätzen beinhalten. Die AWO.DUS setzt dabei auf die Qualität der Betreuung und bringt ausgebildetes pädagogisches Personal zum Einsatz. „Denn auch die Arbeit mit den ganz Kleinen ist Teil des Bildungsauftrags“, betont Peschke. Kleinstkinderbetreuung wird so nicht nur zu einer beruflichen Chance für die Eltern oder zur Fachkräftesicherung für das Unternehmen, sondern bietet zugleich den Kindern eine pädagogische Begleitung auf dem Weg in ihr Leben. Diesen Kindern wird es nützen, wenn Unternehmen bei der Suche nach Partnern für solche Pflegenester nicht nur den Wettbewerb um den günstigsten Preis, sondern auch den um das qualitativ beste Angebot fördern.

Weitere Informationen im Internet:
www.awo-dus.de
www.do-it-management.de

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