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Deutschlands Position im Dow Jones Sustainability Index geschwächt

Zürich > Deutschlands Position im Dow Jones Sustainability Index World wird am 22. September schwächer. Dann treten Zu- und Abgänge aufgrund einer aktuellen Unternehmensanalyse in Kraft. Während sich aus Frankreich, Spanien, Brasilien, China oder Indien mehrere Unternehmen als Neuzugänge qualifizierten, kommt kein deutscher Konzern neu in den Weltindex. Da die Zahl der im DJSI World gelisteten Unternehmen von 312 auf 320 steigt, sinkt Deutschlands Gewicht im Weltindex von 8,3 auf 6,9 Prozent.

Der DJSI World analysiert die 2.500 weltgrößten Unternehmen nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien und nimmt die nach diesen Kriterien nachhaltig führenden Unternehmen auf. Immer wichtiger werden dabei branchenspezifische Kriterien; sie machen inzwischen 57% der den Bewertungen zugrunde liegenden Kriterien aus. Der DSJI World wurde erstmals im September 1999 herausgegeben.

Im Europaindex DJSI Stoxx halten sich deutsche Zu- und Abgänge die Waage. Bayer und Daimler schieden aus, Lufthansa und Volkswagen kamen hinein. Da auch hier die Zahl der gelisteten Unternehmen von 162 auf 153 steigt, verringert sich das deutsche Gewicht im DJSI STOXX gleichfalls. Die Zahl der aus Frankreich gelisteten Unternehmen stieg dagegen um 4, die britischer Unternehmen um 3, und aus Spanien sind zwei Unternehmen mehr im Index vertreten.

Die für den Index zuständige Schweizer SAM Indexes listet zugleich die Branchenführer in 19 übergreifenden Industriesektoren auf. Aus Deutschland gehören BMW (Automobil) und neu BASF (Chemie) und adidas (persönliche und Haushaltsgüter) dazu, aus der Schweiz z.B. Novartis (Gesundheitsfürsorge) und aus Großbritannien Kingfisher (Handel). „Wir sind stolz auf diese Anerkennung. Das zeigt, dass wir in unserem Umgang mit gesellschaftlichen Fragen und der Umwelt auf dem richtigen Weg sind“, betont Anne Putz, Unternehmenssprecherin bei adidas.

In 16 Ländern bilden die Nachhaltigkeitsindizes aus der DJSI-Familie die Basis für das Management von Nachhaltigkeitsfonds mit einem Gesamtvolumen von rund sechs Mrd. Dollar. „Weltmarktführer integrieren heute Nachhaltigkeitsgesichtspunkte in ihr Kerngeschäft und berücksichtigen allgemeine sowie industriespezifische Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen“, hat Alexander Barkawi, Managing Direktor bei SAM Indexes. Für weitere Verbesserungen in Sachen Nachhaltigkeit sieht er dennoch große Spielräume.

Der Nachhaltigkeitsindex im Internet:
www.sustainability-indexes.com

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