Nachrichten

Fördern ohne Gieskanne – Pleon entwickelt elektronischen CSR- und Sponsoring-Filter

Berlin > Unternehmen werden immer häufiger von Vereinen und anderen gesellschaftlichen Gruppen um ein finanzielles Engagement für gemeinnützige Aufgaben gebeten. Der Kindergarten, die Freiwillige Feuerwehr, der Seniorensport – viele gesellschaftlich Aktive erleben den Rückgang von staatlichen Förderungen oder Spenden. Da ist es nahe liegend, einmal bei Unternehmen nachzufragen und diese an ihre Corporate Social Responsibility zu erinnern. Aber wonach soll ein Unternehmen nun entscheiden, welches Projekt und welchen Partner es unterstützt? Oder hilft die Gieskanne – um damit alle Anfrager ein bisschen zu fördern? Cornelius Winter ist Managing Partner bei der Pleon GmbH Berlin und kennt das Problem. Und Cornelius Winter zeichnet verantwortlich für eine aktuelle Entwicklung seines Hauses: Den CSR- und Sponsoring-Filter.

Das Tool ist eine Software, die in einer ein- bis dreimonatigen Implementierungsphase individuell gespeist und auf ein Unternehmen angepasst werden muss. Dann bietet er Filter ein verbindliches Entscheidungsraster für eine systematische Auswahl von Projekten. Der onlinebasierte Filter bietet eine einfach zu bedienende Benutzeroberfläche, auf der CSR- oder Sponsoring-Projekte eingegeben und anhand vorab definierter Kriterien bewertet werden können. Das Tool berücksichtigt individuell Strategie, Profil und Kernkompetenzen des Unternehmens ebenso wie grundlegende Aspekte von CSR- oder Sponsoring-Projekten. Dazu zählen zum Beispiel die Ansprache relevanter Zielgruppen, die Höhe des einzusetzenden Budgets oder der erwartete Einfluss auf Image- und Finanzwerte. Am Ende gibt der Filter eine Empfehlung zu Qualität und Zielführung des jeweiligen Projekts. Die Berater von Pleon helfen bei der Implementierung und zeigen, wie mit diesem Tool Zeit und andere Ressourcen eingespart werden können, ziehen sich dann aber aus dem Prozess zurück.

Ein Evaluationstool oder ein Hilfsmittel im Zusammenhang mit Ratings und Rankings ist der CSR- und Sponsoring-Filter nicht. Am Ende des Filterungsprozesses steht keine objektive und abschließende Bewertung, sondern der Filter gibt Kriterien und Empfehlungen vor, die dem CSR-Manager die Entscheidung erleichtern und ihm bei der Begründung seiner Entscheidung helfen.

Als eines der ersten Unternehmen hat der Pumpenhersteller Grundfos den Filter zur Auswahl von Sponsoringprojekten implementiert. Mitte 2009 wird die erste Bewertungsphase in diesem Unternehmen abgeschlossen sein. Ziel war es, den verantwortlichen Mitarbeitern verbindliche Auswahlkriterien zu geben und die vorhandenen Budgets gezielter einzusetzen.

Weitere Unternehmen werden folgen. Mit der Resonanz auf das neue Angebot und mit dem Presseecho ist Cornelius Winter jedenfalls zufrieden.