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Sarotti-Hersteller fördert Kakaobauern in Tansania

Zürich > Landwirtschaftliche Produktion ist für die Menschen in Ostafrika alles andere als ein Zuckerschlecken. Die Löhne reichen nicht zur Ernährung der Familie, dazu trägt das kleine Stück Land vor der eigenen Hütte bei. Die Bildungsmöglichkeiten der auf dem Land aufwachsenden Kinder und Jugendlichen sind stark eingeschränkt. Und angesichts von materieller Not und fehlendem Problembewusstsein werden Baumbestände illegal abgeholzt und zu Feuerholz verarbeitet. In Tansania will der Schokoladenhersteller Barry Callebaut die Situation der Kakaobauern verbessern – mit einer Mischung aus fairem Handel und Cause Related Marketing. Das wird den Menschen und ihrer Umwelt nützen.

Barry Callebaut ist in Deutschland besonders durch die Premium-Schokolade Sarotti bekannt. Deren 100-Gramm-Tafel der Marke BIO ziert ab sofort ein Aufkleber mit einem Hinweis auf eine im Oktober in Tansania gestartete Aktion. Jede Tafel Schokolade steht dabei für einen neu gepflanzten Kakaobaum, verspricht der Hersteller. Das Engagement in Tansania geht der Schokoladenproduzent strategisch und nachhaltig an:

Barry Callebaut erwarb eine 49%-ige Beteiligung an Biolands, nach eigenen Worten Afrikas größter Exporteur von zertifiziertem Biokakao. Gemeinsam werden seit Oktober 250.000 Kakaosämlinge in mehr als 100 Baumschulen im Südwesten Tansanias aufgezogen. Die Kakaoschösslinge sollen im März ausgepflanzt werden und bestehende Kakaopflanzungen verjüngen. Sie werden dazu gegen einen geringen Betrag den 3.000 Kakaobauern der Region überlassen, die damit ihre Erträge steigern können. Zudem sollen 10.000 Frucht- und Schattenbäume angepflanzt werden, die ebenfalls den Ertrag steigern und die zur Biodiversität beitragen. Biolands unterstützt die Bauern zudem bei der Umstellung auf Bio-Anbau sowie durch Schulungen in verbesserten Anbaumethoden und zur Aufbesserung des Familieneinkommens durch den Anbau weiterer Agrarprodukte wie Kaffee, Paprika, Sesam, Zitrusfrüchte, Mango oder Avocado – ein Projektdesign, das erkennbar den Bedürfnissen der Menschen vor Ort entgegen kommt.

Weitere Informationen im Internet:
www.sarotti.de/utopia

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