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Speyer ist Deutschlands aktivste Stadt – DOSB und Coca-Cola fördern gemeinsam den Breitensport

Berlin > Speyer ist „Deutschlands aktivste Stadt“ und setzte sich damit bei Mission Olympic 2008 gegen die Mitfinalisten Erlangen, Fürstenwalde, Freiburg im Breisgau und Herne durch. Gestern Abend gaben der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und Coca-Cola Deutschland das Ergebnis des Wettbewerbs bei einer festlichen Gala in Berlin bekannt. Auch die beiden Veranstalter selbst gehören zu den Gewinnern des im Mai 2007 gestarteten und mit 100.000 Euro dotierten Städtewettbewerbs.

Mit rund 27 Millionen Mitgliedschaften in über 90.000 Sportvereinen ist der DOSB die weltweit größte Sportorganisation. Berücksichtigt man Doppelmitgliedschaften, so sind andererseits rund 60 Millionen Deutsche nicht in einem Sportverein engagiert. Der Breitensport dient „zur bewegungs- und körperorientierten ganzheitlichen Entwicklung der Persönlichkeit und strebt Gesundheit in physischer, psychischer und sozialer Hinsicht an“, so das DOSB-Leitbild. Mit Mission Olympic motiviert der Verband seine Mitgliedsvereine an der Basis. Denn der Wettbewerb bringt ganze Städte in Bewegung und macht jungen und alten Teilnehmern mit vielen kreativen Bewegungsmöglichkeiten und Sportangeboten vor allem Spaß. „Wir vergessen oft im Sport: Es geht auch um Lebensfreude“, sagte Dr. Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, bei der Preisverleihung. Die Breitensportentwicklung besitzt für ihn Priorität.

Damit die Bewegung von Mission Olympic eine breite Basis erreicht, bringt Coca-Cola Deutschland seine kommunikative Kompetenz ein. Denn niemand transportiert einen solchen Gedanken besser als eine Wortmarke, deren weltweite Bekanntheit nur noch durch das Kürzel OK übertroffen wird. Mit Mission Olympic gelingen dem Weltunternehmen die regionale Verankerung und eine Verantwortungsübernahme und Kooperation auf der Ebene der Kommunen – und damit die Nähe zum Endverbraucher. „Coca-Cola ist für die Menschen vor Ort engagiert“, lautet die Botschaft. Die Marke erhält durch das Engagement für Mission Olympic zudem eine emotionale Aufwertung. Denn für den Breitensport gilt: „Leistung ist eine Sache, das wichtigste sind die Gefühle“, so Béatrice Guillaume-Grabisch, Geschäftsführerin der Coca-Cola GmbH.

Mit einem so großen deutschlandweiten Interesse haben der DOSB und Coca-Cola beim Start der Kampagne vor eineinhalb Jahren nicht gerechnet. Fast 100 Bewerbungen von Städten aus ganz Deutschland gingen 2007 ein. Anhand von Daten zur aktuellen Struktur von Sport- und Breitensportangeboten und von Projekten etwa zur Integration durch Sport filterte eine Jury die Kandidatenstädte heraus. Diese wiederum motivieren möglichst viele Initiativen zur Teilnahme an Mission Olympic. Diese teilnehmenden Initiativen qualifizieren sich zugleich für den Wettbewerb „Deutschlands beste Initiative für Bewegung und Sport“. Danach wählte die Jury die fünf Finalstädte aus, die dann in einem Abschlusswettbewerb ein dreitägiges Festival des Sports veranstalten. In Speyer haben dabei 12.000 Schüler mitgemacht. „In Sachen Breitensport hat sich durch den Wettbewerb das Klima in unserer Stadt verbessert“, betonte Speyers Bürgermeister Hanspeter Brohm bei der Preisverleihung.

Für Uwe Kleinert, Leiter der Corporate Responsibility bei Coca-Cola, ist Mission Olympic ein Beispiel für eine besonders gelungene Kooperation zwischen Wirtschaft und Sport. „Coca-Cola weiß, wie man Menschen begeistert“, sagte Kleinert. Mit seiner kommunikativen Kompetenz wollte das Unternehmen gezielt Menschen erreichen, die wiederum andere in Bewegung bringen. Und auch unter den eigenen rund 12.000 Mitarbeitern an 70 Standorten in Deutschland hat Coca-Cola einen Wettbewerb für die besten Initiativen im Sport durchgeführt.

Mission Olympic geht weiter, und die Finalstädte 2009 stehen bereits fest. Es sind Göttingen, Lübbenau im Spreewald, Neubrandenburg, Norden und Stuttgart. Für die neuen Finalisten liegt die Latte in Sachen kreative Breitensportförderung hoch. Wie und wann sie sich der Herausforderung stellen, lässt sich auch im Internet verfolgen:

www.mission-olympic.de

Foto von links: Dr. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Hanspeter Brohm, Bürgermeister der Siegerstadt Speyer, und Béatrice Guillaume-Grabisch, Geschäftsführerin der Coca-Cola GmbH (Coca-Cola Deutschland)