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Studie: Schule-Wirtschaft-Kooperationen sichern Nachwuchs

Bensheim > Deutsche Unternehmen arbeiten eng mit Schulen zusammen. Die Hälfte plant sogar, ihr Engagement noch weiter auszubauen – mit neuen Partnern und neuen Kooperationsformen. Das sind Ergebnisse einer Studie des Beratungsunternehmens IFOK, das 1.800 Unternehmen in Deutschland befragt hat, darunter Kleinbetriebe ebenso wie Global Player.

„Mehr Wirtschaft in der Schule!“ – das fordern deutsche Unternehmen angesichts immer weniger Fachkräften und mangelnder Ausbildungsreife. Eine überwältigende Mehrheit von 97 Prozent ist überzeugt: Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft werden in Zukunft „immer bedeutsamer“. Sie fördern berufsrelevante Talente von Jugendlichen und sichern Unternehmen so qualifizierte Nachwuchskräfte. Eine Aufgabe, die Deutschlands Unternehmer sich längst auf die eigenen Fahnen schreiben: 99 Prozent sehen bei sich einen gesellschaftlichen Bildungsauftrag, der den hoheitlichen Bildungsauftrag des Staates ergänzen soll. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage, die das Beratungsunternehmen IFOK unter 1.800 kleinen und großen Unternehmen in Deutschland durchgeführt hat. „Unternehmen nehmen die eigene Verantwortung für Bildung sehr ernst, das zeigt auch ein Blick auf die aktuellen Zahlen: Rund 80 Prozent aller Unternehmen in Deutschland arbeiten mit Schulen zusammen, die Hälfte möchte ihr Engagement sogar noch ausbauen“, so Karmen Strahonja, Mitglied der Geschäftsführung der IFOK GmbH und Leiterin der Studie. „Ihnen ist klar: Um in Zukunft auf fähige Mitarbeiter zählen zu können, müssen sie heute in Bildung investieren.“ Und das lassen sich die Manager etwas kosten: Bis zu 20.000 Euro geben drei Viertel der Unterneh-men pro Jahr für Schulkooperationen aus, Personalkosten nicht eingerechnet. Größere Firmen lassen sich die Bildungsprojekte sogar deutlich mehr kosten: 1,5 Prozent der Befragten stellen pro Jahr über eine Million Euro bereit.

Die meisten Betriebe, die mit Schulen kooperieren, sind mit den Partnerschaften zufrieden – für aus-reichend halten sie diese jedoch nicht: Fast 80 Prozent wünschen sich neue Kooperationsformen als Ergänzung der bewährten Modelle. Hoch im Kurs: überregionale Allianzen und die gezielte Qualifikation von Lehrern. 55 Prozent der Unternehmen wünschen sich versierte Pädagogen, die – dank neuer Qualifizierungsangebote – auch wissen, „wie die Wirtschaft tickt“. Dieses Wissen sollen sie in die Klassenzimmer tragen und gleichzeitig als kompetente Ansprechpartner für die Unternehmen zur wei-teren Professionalisierung der Kooperationen beitragen. Auch der Wunsch nach überregionalen Allian-zen, die zunehmend die bewährten lokalen Kooperations-Modelle mit einer Partnerschule ergänzen und den Schülerinnen und Schülern eine systematische Palette an Angeboten bieten sollen, speist sich aus diesem Ziel: Um die Zusammenarbeit mit Schulen professioneller zu gestalten, sind Unternehmen dazu bereit, ihre Initiativen zu vernetzen und ihr Wissen und ihre Ideen mit anderen Firmen zu teilen.

„Dahinter steht ein Trend, der auch auf anderen Gebieten der Corporate Social Resposibility (CSR) deutlich wird“, erklärt Strahonja: „Unternehmen stellen ihr gesellschaftliches Engagement und die Zusammenarbeit mit Partnern zunehmend auf professionellere Beine.“ Doch – auch das hat die Studie gezeigt – viele Firmen besitzen selbst nicht genügend Kapazitäten, um die gewünschten neuen Formen der Zusammenarbeit umzusetzen. Ein Zukunftstrend dürften daher auch Partnerschaften mit externen Dienstleistern sein, die die Unternehmen und die Schulen sowohl in der Koordination wie in der Umsetzung ihrer gemeinsamen Pro-jekte unterstützen – eine Kooperationsform, die bisher erst drei Prozent der Befragten nutzen.

Kontakt
Karmen Strahonja
Mitglied der Geschäftsleitung
Bereich Jugend und Bildung

IFOK GmbH
Berliner Ring 89
64625 Bensheim
Tel.: +49.6251.8416-906
Fax: +49.6251.8416-16
bildung@ifok.de
www.ifok.de
www.jugend-denkt-zukunft.de

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