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Hochleistungs-Supply Chains sind nachhaltig

Frankfurt a.M. > Die Infineon AG ist mit dem Supply Chain Performance Excellence Award 2008 (SPE) ausgezeichnet worden. Der Award ist das Ergebnis einer langfristig ausgelegten Benchmarking-Studie des Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME)in Kooperation mit der Arthur D. Little Management Consulting und dem Logistik-Lehrstuhl der Universität St. Gallen. Den zweiten Platz belegte die Tesa AG, Dritter wurde der Automobilzulieferer Alfmeier Präzisions AG.

Zu den Kriterien, die eine Hochleistungs-Supply Chain auszeichnen und anhand derer ein Supply Chain Performance Excellence (SPE)-Index erstellt wird, gehört „Sustainability and Risk“ in der Supply Chain.

Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility besitzen für den Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) eine hohe Bedeutung. Der Verband hat deshalb in diesem Monat einen branchenübergreifenden Verhaltenskodex vorgestellt. Dem Code of Conduct ist anzumerken, dass hier miteinander gerungen worden ist. Die BME-Verhaltensrichtlinie basiert auf den Grundsätzen des UN Global Compact und den ILO-Konventionen. Das Thema Korruption nimmt einen breiten Raum ein. In eine „Kann-Bestimmung“ ist dabei gefasst, dass Unternehmen eine verbindliche Richtlinie zur Annahme und Gewährung von Geschenken verfassen. Unternehmen sollen ihren Mitarbeitern, die in Interessenkonflikte geraten, einen Ansprechpartner zur Verfügung stellen. Der Code of Conduct enthält darüber hinaus Bestimmungen zum fairen Wettbewerb, zu Zwangs- und Kinderarbeit, Menschenrechten, Gesundheits- und Umweltschutz und fairen Arbeitsbedingungen. Der Beitritt zu dem Code of Conduct ist für die Mitglieder des BME freiwillig. Wer aber beitritt, muss die Grundsätze der BME-Verhaltensrichtlinie seinen Mitarbeitern bekannt machen.

CSR ist für Gunnar Gburek, Bereichsleiter Logistik im BME, „in jeder Hinsicht ein heißes Thema“. Gburek setzt dabei auf eine engere Kooperation zwischen Einkäufern und Logistikern. Der Einkäufer könne die Produktionsbedingungen beeinflussen, nicht aber die Ausgestaltung des Transportes. Hier sei der Logistiker gefragt, und gemeinsam lasse sich die Warenbeschaffung verantwortungsvoll und nachhaltig gestalten. Zum Code of Conduct kündigte Gburek an, das der BME auch eine Möglichkeit zur Zertifizierung der beitretenden Unternehmen schaffen wolle.

Weitere Informationen im Internet:
www.bme.de