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Umweltschützer wollen wirkungsvolleren Klimaschutz

Berlin > Bundeskanzlerin Angela Merkel darf sich beim europäischen Klimaschutz nicht von der Industrie „einwickeln“ lassen und soll beim EU-Gipfel einen wirkungsvollen Klimaschutz durchsetzen. Das fordert ein Bündnis von Umweltverbänden und machte mit einer Aktion vor dem Kanzleramt gestern auf ihr Anliegen aufmerksam: Eine überdimensionale Merkel-Figur im ‚Superwoman‘-Kostüm hielt eine große Erdkugel empor und entwand sich der Seile, mit denen Konzernlobbyisten an ihr zerrten. Organisiert wurde die Aktion vom Online-Netzwerk Campact, dem WWF, dem Forum Umwelt und Entwicklung sowie der Klima-Allianz als Bündnis von über 100 zivilgesellschaftlichen Verbänden. „Klimaschutz kostet auch in Zeiten der Wirtschaftskrise keine Arbeitsplätze, im Gegenteil es werden Arbeitsplätze geschaffen. Anreize für klimafreundliche Investitionen sind der beste Weg aus der Konjunkturkrise“, betonte Stefanie Hundsdorfer von Campact. Die Kritik richtet sich insbesondere dagegen, dass auch neuen Kohlekraftwerken weiterhin kostenlos Emissionszertifikate zugeteilt werden könnten.