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Konsumenten belohnen gesellschaftliches Engagement auch in Krisenzeiten

Hamburg > Die aktuellen wirtschaftlichen Ereignisse beschränken das Bedürfnis, Gutes zu tun, nicht. Weltweit wollen sieben von zehn Konsumenten einer Marke auch in schwierigen Zeiten treu bleiben, wenn diese einen guten Zweck unterstützt. In Deutschland wollen 61 % der Befragten trotz des wirtschaftlichen Abschwungs genauso viel oder mehr Zeit und Geld für gute Zwecke investieren wie bisher. Das zeigt die aktuelle 2. weltweite Konsumentenstudie von goodpurpose, einem Beratungsangebot der internationalen PR-Agentur Edelman.

Social Branding erscheint nach den Ergebnissen dieser Studie erfolgversprechend: Zwei-Drittel aller Befragten würden eher Marken kaufen, die mit einer guten Sache verbunden sind – eine deutliche Steigerung zum Vorjahr. Fast 50% der Deutschen halten das gesellschaftliche Engagement einer Marke bei gleicher Qualität und gleichem Preis für ein wichtigeres Kaufkriterium als Verpackung, Innovation oder Markentreue. Und fast die Hälfte der Deutschen sind sogar zum Kauf eines Produktes mit gesellschaftlichem Mehrwert bereit, wenn dieses teurer ist als andere Marken.

Konsumenten sehen in ihren Kaufentscheidungen offensichtlich die Chance, etwas zur Verbesserung der Gesellschaft zu bewegen: 82 % der Befragten empfindet es als ihre Pflicht, zu einer besseren Gesellschaft und Umwelt beizutragen. 74 % haben das Gefühl, persönlich etwas verändern zu können. Und 82 % sind zur Änderung ihres Konsumverhaltens bereit, um die Welt von morgen zu verbessern. Unterstützung finden besonders der Umweltschutz, der Kampf gegen Armut, Hilfen zur Stärkung des menschlichen Selbstwertgefühls sowie die qualitative Verbesserung von medizinischer Versorgung. Projekte aus der Nachbarschaft finden eine höhere Zustimmung als nationale Projekte und internationale Projekte. Jedoch müssen Marken ihr Engagement sehr viel deutlicher kommunizieren. Denn nur 27 Prozent der Deutschen können eine Marke nennen, die Gutes tut. Und wenige mehr – 36 Prozent – können ein Unternehmen nennen, das sich aktiv für einen guten Zweck engagiert.

„Marken mit Engagement nutzen dem Konsumenten im doppelten Sinne: Er bekommt nicht nur ein Produkt, das er mag, sondern er unterstützt zeitgleich einen guten Zweck, an den er glaubt“, ist Mitch Markson, Präsident der Edelman Global Consumer Brands Practice und Initiator von goodpurpose, überzeugt. Und auch Christian Conrad, Geschäftsführer von brands & values, weiß: „Wenn Marken ihre gesellschaftliche Erdung finden und ihre ethische Dimension entdecken, erschließen sich ihnen bislang unerschlossene Möglichkeiten zu Differenzierung und Innovation. Cause Related Marketing Programme a la Krombacher oder Volvic können dazu der erste Schritt sein.“

Für die vorliegende Studie wurden von August bis Oktober 2008 insgesamt 6048 Personen online oder persönlich in zehn Ländern befragt.

Weitere (englische) Informationen im Internet:
www.goodpurposecommunity.com