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Engagierte Unternehmen in Zeiten der Krise

Neun Unternehmer aus rund 1000 Bewerbungen wurden ausgezeichnet

Gütersloh/Berlin, 4. Februar 2009. Neun mittelständische Unternehmer wurden am Mittwoch in Berlin für ihr gesellschaftliches Engagement durch Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung, und Peter Müller, Ministerpräsident des Saarlandes und Präsident des Bundesrates, ausgezeichnet. Sie wurden aus rund 1000 Bewerbungen der Initiative „Unternehmen für die Region“ ausgewählt. Mit ihren Projekten engagieren sich die Unternehmer in den Bereichen Bildung, Integration und Beschäftigung in ihrer Region.

Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung, verdeutlichte, dass gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinden. „Die Unternehmer setzen damit gerade in der gegenwärtigen Krise ein positives Zeichen. Sie zeigen, welchen aktiven Beitrag Unternehmen für das Gemeinwesen leisten können“, bekräftigte Mohn.

Ministerpräsident Peter Müller unterstrich, wie wichtig der aktive Einsatz von Unternehmern gerade in den Regionen Deutschlands sei. „Die gegenwärtigen Herausforderungen sind ohne das aktive Engagement seitens der Unternehmer nur schwer zu meistern. Verantwortliches Unternehmertum ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Wandel und für wirtschaftlichen Erfolg“, so Müller.

Während des Festakts überreichten Unternehmer der Initiative „Unternehmen für die Region“ ein Positionspapier zum gesellschaftlichen Engagement von Unternehmen an Peter Müller in seiner Funktion als Präsident des Bundesrates. Die Unternehmer teilen die Überzeugung, dass ihr gesellschaftliches Engagement der nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands dient. Dabei ist jedoch wichtig, dass unternehmerisches Handeln das staatliche Handeln nicht ersetzen kann oder soll. Vielmehr soll es dieses sichtbar ergänzen. Deshalb setzen sich die Unternehmer für gemeinsame Leitbilder einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Gesellschaft ein. Das Positionspapier ist ein Signal, dass gerade die mittelständischen Unternehmen bereit sind für eine Zusammenarbeit mit Politik und Zivilgesellschaft, um an der Lösung der gegenwärtigen Probleme mitzuwirken.

Der Beitrag der Unternehmen ist heute umso wertvoller, da viele drängende Probleme neue Antworten benötigen. So arbeiten Unternehmen gemeinsam mit gemeinnützigen Organisationen und Kommunen beispielsweise daran, die Integration von Migranten, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder die Situation von sozial Benachteiligten zu verbessern. Bei der Auswahl der Preisträger waren folgende Kriterien ausschlaggebend: Das Engagement ist im lokalen Umfeld verwurzelt, bezieht aktiv lokale Partner mit ein und ist langfristig angelegt. Zudem sind alle Projekte auf andere Regionen übertragbar.

Rückfragen an:
Dr. René Schmidpeter, Bertelsmann Stiftung,
Telefon: 05241 81 81337
E-Mail: rene.schmidpeter@bertelsmann.de

Informationen zur Initiative finden Sie unter:
www.unternehmen-fuer-die-region.de

Über die Initiative
Die Initiative „Unternehmen für die Region“ der Bertelsmann Stiftung wurde von Liz Mohn im März 2007 ins Leben gerufen. Sie zielt darauf ab, das vielfältige Engagement von Unternehmen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und soll zudem dazu beitragen, ein positiveres Unternehmensbild in Deutschland zu verankern. Auch soll die Kampagne anderen Unternehmen Mut machen, sich verstärkt für das Gemeinwesen zu engagieren. „Herzstück“ der Kampagne ist die internetbasierte Informationsplattform www.unternehmen-fuer-die-region.de. Auf der virtuellen „Landkarte des Engagements“ können Unternehmen ihre Engagementprojekte eintragen.

Um das Engagement der Unternehmen vor Ort zu bündeln, unterstützt die Bertelsmann Stiftung regionale Netzwerke, die „Verantwortungspartner“. In den drei Pilotregionen Berlin und Brandenburg, Heilbronn-Franken und dem Saarland arbeiten über 150 Unternehmer an mehr als 30 Projekten. Die beiden Regionen Lippe und Schleswig-Holstein sind am Mittwoch als neue Pilotregionen dem Netzwerk der „Verantwortungspartner“ beigetreten. Weiterhin ist im Jahr 2009 mit Halle (Saale) und mit Salzburg eine Zusammenarbeit im Rahmen der Initiative „Unternehmen für die Region“ geplant.