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Top Destination und Top Jobs: Das Bio-Seehotel Zeulenroda

Zeulenroda > In der vergangenen Woche erhielt das Bio-Seehotel Zeulenroda aus der Hand von Bundeswirtschaftsminister a.D. Wolfgang Clement das Gütesiegel „Top Job“. Bei der Mittelstandsinitiative überzeugte das zur Bauerfeind AG gehörende Hotel in den Bereichen „Führung und Visionen“, „Motivation und Dynamik“, „Kultur und Kommunikation“, „Mitarbeiterentwicklung und -perspektive“, „Familienorientierung und Demografie“ sowie „Internes Unternehmertum“. Dass es dieses Hotel heute gibt und das es Gäste und Mitarbeiter überzeugt und fasziniert, ist alles andere als selbstverständlich. Und es hat viel zu tun mit der Persönlichkeit des Hoteldirektors Stephan Bode.

Der 44-jährige Bode ist sozusagen Hotelier von Kindesbeinen an. Das Hotelfach lernte er durch seine Eltern und Großeltern kennen. Mit 14 Jahren verließ er die Schule, wechselte in eine Ausbildung zum Koch und ist seitdem selbst in der Branche tätig. Bode arbeitete sich ganz nach oben und sammelte Führungserfahrung in Südafrika, auf diversen Kreuzfahrtschiffen, in Berlin und auf Helgoland. Nach Zeulenroda holte ihn der Unternehmer Prof. Hans B. Bauerfeind, der Vorstandsvorsitzende der Bauerfeind AG. Bauerfeind war mit seinem Unternehmen gleich nach der Wende aus dem Westen an den Stammsitz nach Thüringen zurückgekehrt. 1999 erwarb der Unternehmer ein nahe gelegenes FDGB-Heim und gestaltete es mit einem Investitionsvolumen von 26 Millionen Euro in ein weltoffenes Tagungshotel um. Nach der Neueröffnung im Jahr 2001 ließ der unternehmerische Erfolg allerdings auf sich warten. Das lag auch an dem Standort fernab von ICE-Bahnhöfen, Metropolen und touristischen Attraktionen. Eine Auslastung von 25 Prozent konnte die Lohnkosten für 83 Mitarbeiter und etwa 100.000 Euro Abschreibungen pro Monat nicht sicherstellen. Das Hotel erlebte in kürzester Zeit mehrere Geschäftsführerwechsel, und im Jahr 2002 kam Stephan Bode als fünfter Geschäftsführer nach Zeulenroda.

Die Motivation seiner Mitarbeiter war für Bode von Anfang an ein Schlüssel zum Erfolg. Die Mitarbeiter stammen aus der Region und sind zu einem großen Teil Quereinsteiger. Die Tür ihres Chefs steht immer offen, und Bode sucht den Dialog. Auf der jährlichen Betriebsversammlung berichtet Stephan Bode ausführlich von seinen Gedanken und Planungen für das Haus. Sich selbst bezeichnet Bode als einen Lernenden, der seine Mitarbeiter am Prozess des Lernens teilhaben lassen möchte. Jeder Mitarbeiter soll Wertschätzung erfahren und in seiner eigenen Individualität zur Blüte finden, sagt Bode. Und er soll die Bedeutung seiner Aufgabe für das Ganze entdecken. Deshalb sind die Mitarbeiter auch von Anfang an den Weg zum Bio-Seehotel mitgegangen.

Am Anfang dieses Weges standen für Stephan Bode persönlich die Abkehr vom Rauchen und die tiefere Entdeckung eines gesunden Lebensstils. Unternehmerisch bot die Entwicklung zum Bio-Seehotel die Chance zur Verwirklichung eines Alleinstellungsmerkmals. Seit dem Jahr 2006 setzt Bode dieses Konzept, für das er am Anfang noch verlacht wurde, konsequent um. Seinem Haus mit 158 Zimmern, 307 Betten und 13 Veranstaltungsräumen bringt dies die erforderliche Auslastung, 35 jungen Leuten die Chance auf eine Berufsausbildung und der Umgebung neue Impulse: Ohne das Bio-Seehotel wäre die Bewerbung um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2013 wohl nicht zustande gekommen.

Bode ist Unternehmer und Menschenfreund, eins passt zum anderen. Die Wertschätzung der Mitarbeiter spiegelt sich in einer Wertschätzung der Gäste. Jeder Gast wird bei einer Begegnung mit Mitarbeitern im Haus persönlich gegrüßt. Auf dem Zimmer findet er einen von der Reinigungskraft persönlich unterschriebenen Gruß mit den besten Wünschen für einen angenehmen Aufenthalt. Das Bio-Seehotel wirbt mit seiner Herzlichkeit und erreicht damit gerade die LOHAS, denen es neben einem hochwertigen Service auf Authentizität und Ganzheitlichkeit ankommt.

Da ist es nur folgerichtig, dass die „Arena für Nachhaltigkeit“ im Bio-Seehotel Zeulenroda zuhause ist. Vom 19. bis 21. März wird dort die zweite Nachhaltigkeitsarena stattfinden. Die erste Arena für Nachhaltigkeit musste mit einer sehr kurzen Vorbereitungszeit auskommen. Die positiven Resonanzen der Teilnehmer ermutigten Hans B. Bauerfeind und Stephan Bode zu einer Wiederholung. Die Arena zielt auf Unternehmer und Verantwortliche aus dem Mittelstand und Familienunternehmen und wird herausarbeiten, welchen Wert das Nachhaltigkeitsengagement in und für Unternehmen besitzt. Und sie bietet die Chance, auch mit den Verantwortlichen aus Zeulenroda über die Details ihres nachhaltigen Erfolges zu reden.

Die 2. ARENA FÜR NACHHALTIGKEIT im Internet:
www.nachhaltigkeitsarena.de