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NABU fordert verlässliches Siegel für Textilien

Berlin > Der NABU fordert mehr Transparenz und eine einheitliche Kennzeichnung für umwelt- und sozialverträglich produzierte Textilien ohne Gentechnik. Denn nur weniger als ein Prozent der weltweit produzierten Baumwolle kommt aus Bioanbau, fast die Hälfte dagegen von gentechnisch veränderten Pflanzen. Ein verlässliches Siegel soll den Verbrauchern helfen, aus dem unübersichtlichen Baumwollmarkt mit einer Vielzahl von Labeln ein ökologisch erzeugtes und fair gehandeltes Produkt zu finden. Bei der jährlichen konventionellen Erzeugung von 25 Millionen Tonnen Baumwolle entstehen nach Überzeugung des NABU ein hoher Wasserverbrauch und verheerende Umweltschäden. Jährlich sterben rund 20.000 Menschen an Vergiftungen durch unsachgemäßen Gebrauch von Pestiziden, so die Organisation. 90 Millionen Kinder arbeiten nach Angaben von Unicef in der Baumwollproduktion. NABU-Präsident Olaf Tschimpke sagte: „Der Ausweg aus Armut und Naturzerstörung kann nur über nachhaltige Anbaumethoden gesichert werden. Außerdem sind der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und der Einsatz von natürlichem Dünger statt Mineraldünger auf Erdölbasis auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.“