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Forschungskolloquium: Umgang mit dem Anderen

Interdisziplinäres Forschungskolloquium für Nachwuchswissenschaftler
(Graduierte, Doktoranden, junge Promovierte) im Seminarzentrum Gut Siggen/ Ostholstein
24.07. – 26.07.2009

Der Umgang mit dem Anderen beschäftigt Sie in Ihrer Forschung? Und Sie wollen Ihre
Forschung weiterentwickeln? Wollen über interdisziplinäre Theorieerweiterungen oder
praktische Implikationen Ihrer Forschung nachdenken? Im Seminarzentrum Gut Siggen an der Ostsee bietet sich der Raum um dies ein Wochenende lang gemeinsam mit anderen jungen Wissenschaftlern zu tun.

Die Figur des „Anderen“ ist in den letzten Jahren zu einer zentralen Kategorie in einer Vielzahl von Wissenschaften geworden. Innerhalb der Kulturwissenschaften sind etwa postkoloniale und genderorientierte Ansätze von dieser Denkfigur geprägt, und auch in der Psychologie stellt sie eine tragende Bezugskategorie dar. Häufig geht mit dieser Hinwendung zum Anderen eine verstärkte Beschäftigung mit ethischen Fragestellungen einher: der Umgang mit dem Anderen beinhaltet in diesem Sinne auch die Verantwortung für das Andere. Diese Frage nach Verantwortung durchdringt die Wirtschaftswissenschaften ebenso wie die sozialwissenschaftliche Perspektive: Fragen nach erfolgreichem Handeln in der Welt, nach Identität und Netzwerk, Homogenisierung und Heterogenisierung sind nicht zu trennen von einer Begegnung mit dem Anderen.

In unserem Kolloquium wollen wir uns der Frage nach dem Umgang mit dem Anderen aus möglichst unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven nähern. Dabei wollen wir uns unter anderem leiten lassen von der Suche nach einem „guten“ Umgang mit dem Anderen: Wie muss dieser Umgang aussehen, damit er für alle Seiten fruchtbar ist? Welche Schritte müssen dafür ganz praktisch gegangen werden?

„Je anderer, desto befruchtender“ – dies soll die Maxime unseres disziplinübergreifenden Austausches sein. Dazu gehört auch die Frage nach Nutzen und Nachteil einer zum Anderen ausgerichteten Wissenschaftspraxis, also eines Umgangs mit anderen Disziplinen.
Deshalb laden wir Nachwuchswissenschaftler aller Disziplinen, die sich in ihrer Forschung mit dem Anderen beschäftigen, zum Kolloquium ein. Mögliche Anknüpfungspunkte wären:
– z.B. in den Wirtschaftswissenschaften

  • Ethische / respektvolle Führung als Umgang mit dem Anderen
  • Unternehmensethik / CSR
  • Umgang mit Konkurrenz
  • – z.B. in den Geistes- und Kulturwissenschaften

  • Fremdheitserfahrungen
  • Alteritätsethik
  • Ethische Funktionen von Literatur und anderen Künsten
  • Natur – Kultur – Dichotomie
  • – z.B. in den Sozialwissenschaften

  • Migrationsforschung
  • Identität / soziale Identität
  • Umgang mit anderen Kulturen
  • Aber: ALLE Wissenschaften sind willkommen!

    Anmeldung an kolloquium@respectresearchgroup.org Unter Angabe von:

  • Name / Anschrift / Telefonnummer / E-Mailadresse
  • Universität / Forschungsthema
  • Vortragswunsch: ja / nein
  • Stipendiat/in oder Alumnus/a einer Stiftung: ja / nein wenn ja, welcher:
  • Eine Teilnahme ist auch ohne Vortrag möglich. Wenn Sie Ihre Arbeit auf dem Kolloquium vorstellen möchten, dann senden Sie uns bitte ein Kurzexposé (maximal 500 Wörter) für einen Vortrag von 20 Minuten. Es können 20 Personen teilnehmen, 10 Personen können vortragen. Anmeldeschluss ist der 31.03.2009.

    Die RespectResearchGroup ist ein Zusammenschluss junger Nachwuchswissenschaftler und erforscht die Kriterien, nach denen wir Respekt verteilen und uns respektiert fühlen. Uns interessiert, was diesen scheinbar alten und doch wieder sehr modernen Begriff ausmacht, und vor allem wollen wir mehr erfahren über die positiven Auswirkungen des respektvollen und des respektierten Miteinanders. Mittlerweile sind wir bei über einem Dutzend Mitgliedern aus den unterschiedlichsten Fachbereichen angelangt: Psychologie, Betriebswirtschaft, Kulturwissenschaften, Pädagogik, Politikwissenschaft und Philosophie. Ansässig sind wir am Institut für Sozialpsychologie der Universität Hamburg, wobei wir mit anderen Forschern im Norden und auch international kooperieren. In unserer Arbeit sind wir aufgrund unserer unabhängigen Finanzierung weitestgehend frei von klassisch universitären Weisungsstrukturen. Im Rahmen der Bundesregierungsinitiative „Land der Ideen“ wurden wir 2007 als Innovationsprojekt Deutschlands ausgezeichnet. Eines unser Ziele ist es, unsere Ergebnisse für jedermann greifbar zu machen. Wir wollen raus aus dem „Elfenbeinturm der Wissenschaft“ und rein in die öffentliche Diskussion und die praktische Umsetzung. Dies erreichen wir durch eine enge Zusammenarbeit mit Medienpartnern und mit konkreten Praxisprojekten.

    Mehr Infos unter www.respectresearchgroup.org

    Adresse:
    RespectResearchGroup
    University of Hamburg
    Von-Melle-Park 5
    20146 Hamburg/Germany
    Tel.: +49 40 428 38-47 25
    Fax: +49 40 428 38-41 09
    info@respectresearchgroup.org